3.3 Macht und Verantwortung beim Pickup

Yeyoking

1. Definitionen

Macht: Bezeichnet die Fähigkeit von Individuen und Gruppen, auf das Verhalten und Denken

sozialer Gruppen oder Personen - in ihrem Sinn und Interesse – einzuwirken.

(Quelle: Wikipedia)

Auf das Kreismodell übertragen, welches ich weiter unten vorstelle, heißt das also: Die Möglichkeit

der Beeinflussung und Veränderung der Kreise/Kreisteile anderer Menschen.

(Eigen-)Verantwortung: Bedeutet die Möglichkeit, dass jemand für die Folgen eigener Handlungen

Rechenschaft tragen muß.

(Quelle: Wikipedia)

2. Problem

Mit fortschreitender PU-Entwicklung erschließt man sich immer mehr Techniken und Methoden,

die den eigenen Umgang mit anderen Menschen beeinflussen. Seien es „nur“ die Alpha-Eigenschaften,

Verführungswerkzeuge, oder sogar NLP – die eigenen Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten

werden immer komplexer und breit-gefächerter. Und damit auch die Möglichkeit, gezielt andere

Menschen zu beeinflussen. Speziell in der Verführung von Frauen führt das dann oft zu Verhaltensweisen

wie „Layen, nexten – layen, nexten – layen… “.

Man wendet alle möglichen Techniken an, verwendet RDs, setzt Anker, führt FBs & mLTRs und der

Grundsatz des „leave them better than you found them“ wird allzu gerne mal vergessen… Das Ergebnis

sind dann oft „PUAs“ die einen riesigen Haufen an gebrochenen Herzen hinter sich lassen. Den meisten

fehlt die innere Erfahrung und daraus resultierende Reife, um die Folgen der eigenen Handlungen

abschätzen zu können. Man verfügt über Macht und kann nicht mit ihr umgehen. Für alle, die das schon

befürchtet haben, hier das Spiderman-Zitat: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ Und so

erschließt sich der Thementitel: „Macht und Verantwortung“.

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3. Das Zwei-Kreise-Modell

Um den Zusammenhang zwischen den eigenen Handlungen, der eigenen Entwicklung und deren

Folgen besser erklären zu können, habe ich dazu ein schlichtes Modell entworfen. Es besteht im Grunde

aus zwei Kreisen, daher auch der kreative Modell-Name.

Warum zwei Kreise? Es gibt einen „inneren Kreis“, der die Persönlichkeit des Menschen und einen

„äußeren Kreis“, der die Auswirkung dieser darstellen soll. Es sieht zwar aus wie ein Kreis mit einem

Ring drumherum, doch dies ist im Grunde unzureichend, da die Persönlichkeit sich auch auf sich selbst

auswirkt. Es handelt sich also um einen Kreis in einem Kreis. Damit will ich mich jedoch in diesem Text

nicht beschäftigen, sondern ich beschränke mich auf die Wirkungen nach außen, dargestellt durch den

Ring drumherum. Der innere Kreis besteht aus zwei Teilen. Da sich dieser Text größtenteils auf PU und

Verführung bezieht, nenne ich die beiden Teile „Innergame“ und „Outergame“.

Der Innergame-Teil stellt vieles dar, wichtig für uns ist jetzt jedoch nur Folgendes:

• Die Werte und Prioritäten der Person, welche dem Sinngebungs- und Bewertungssystem des

Menschen als Grundlage dienen;

• Eine Art Einordnungssystem der Erfahrungen, aus dem das Weltbild resultiert;

• Die Moralischen Vorstellungen des Menschen;

• Die Denkschemata und Glaubenssätze

Der Outergame-Teil besteht aus den Handlungsmustern und Verhaltensweisen des Menschen.

In den Bildern ist der innere Kreis (die Persönlichkeit) rot markiert und der Ring drumherum, die

Auswirkung der Persönlichkeit blau gefärbt.

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Jeder Mensch ist für sich selbst, seine Persönlichkeit und seine Handlungen verantwortlich. Er

schafft sich die Umstände des eigenen Lebens.

„Aber man wird doch in sein Leben hineingeboren! Wie soll man das eigene Elternhaus, das

eigene Umfeld, in das man geboren wurde, beeinflussen? Und das ist doch so fundamental für die

eigene Entwicklung!“

Die Eigenverantwortung des Menschen zieht sich über sein Leben hinaus. Ursachen werden nicht

plötzlich keine Wirkungen mehr haben, nur weil das Verursachende sich verändert.

Die Eigenverantwortungen der Menschen überschneiden sich dort, wo beide es jeweils zulassen.

Das Problem im PU ist, dass man durch die manipulativen Techniken der Frau gar keine Wahl läßt. Man

zwingt sie dazu, die Auswirkungen der Persönlichkeit des Verführers anzunehmen und den Einfluß auf

die eigene Persönlichkeit zuzulassen. Ich werde das im folgenden Beispiel deutlicher werden lassen:

AFC-Alex verfügt über eine sehr unausgereifte, wackelige und (im Macht-Sinne) schwache

Persönlichkeit.

Entsprechend gering ist deren Auswirkung auf die Persönlichkeiten anderer Menschen.

AFC-Alex fängt mit PU an und beginnt sich das „PickUp- Inner- und Outergame- Paket“ anzueignen. Er übernimmt

die in der Community gepredigten Werte und Moralvorstellungen; er ändert seine bisherigen Denkschemata und

Glaubenssätze zu Neuen; erschließt sich das PU-Einordnungssystem der Erfahrungen und ordnet das, was er erlebt

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hat, erlebt und erleben wird in dieses ein. Ebenso setzt er sich mit den PU-Handlungsmustern („Verführerwerkzeuge“,

Techniken, Routinen, Interaktionsmodelle, etc.) auseinander und verändert sein Verhalten entsprechend.

AFC-Alex ist nun PUA-Alex. Sein Einfluss auf seine Umwelt, die Auswirkungen seiner Persönlichkeit

haben sich entsprechend verändert.

PUA-Alex zieht nun also zum Sargen los (die Pflicht eines jeden PUAs!) und lernt HotBabe kennen.

HotBabe verfügt über eine weniger entwickelte (in Hinblick auf Manipulation und im Macht-Sinne)

Persönlichkeit als PUA-Alex.

Einen entsprechend großen Einfluß hat PUA-Alex auf HotBabe und deren Persönlichkeit. Er fährt

das volle Arsenal auf, all das Inner- und Outergame wird angewandt. HotBabe hat zwar einen festen

Freund, aber unser PUA will jetzt Sex mit ihr, also nimmt er solchen Einfluß auf ihre Moralvorstellungen und

Handlungsmuster, das die beiden kurze Zeit später in der gemütlichen Club-Lounge wild rummachen.

Er schafft es auch, ihr Einordnungssystem so zu ändern, das sie diese gesamte Erfahrung und Situation

gänzlich anders betrachtet, als sie es sonst tun würde und der Meinung ist, daß dies so vollkommen richtig

sei, denn immerhin hat sie jetzt etwas besseres als ihren Freund gefunden (dem Framing sei Dank!).

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4. Voraussetzungen

Um sich der eigenen Verantwortung zu stellen, bedarf es einer elementaren Sache:

Selbsterkenntnis.

Es geht in diesem Beitrag darum, daß Ihr Euch dieses ganzen Themas bewußt werdet. Euch müssen

die etwaigen Folgen eurer Handlungen bewußt sein. Wenn ich von etwas nicht weiß, kann ich dafür auch

nicht bewußt Verantwortung tragen. Logisch, oder? Bisher waren sie das vielleicht zu einem Großteil

nicht und eben das solltet Ihr ändern, wenn Ihr diesen weiteren Schritt der Persönlichkeitsentwicklung

gehen wollt. Lernt Euch selbst kennen. Findet heraus, WAS Ihr könnt und WIE Ihr das einsetzen müßt,

um WAS zu bewirken.

Das könnt Ihr als die fundamentale Aufgabe betrachten, die dieser Text beinhaltet. Seid Ihr mutig

genug dafür?

Denn das beinhaltet viele Facetten. Was ist, wenn Euch nicht gefällt, was eine bestimmte Handlung

bewirken kann? Zum Beispiel ein Freeze-Out. Man kann gezielt Verlustängste in einer Frau hervorrufen,

indem man sie zuerst dazu bringt, sich zu einem hingezogen zu fühlen (Attraction + Rapport herstellt)

und sich dann nicht bei ihr meldet, sie ignoriert, ihr die Aufmerksamkeit entzieht. Manch einer macht das

zur „Bestrafung“ und „Erziehung“ der Frau. Sie macht etwas, das ihm nicht passt, er entzieht sich ihr, bis

sie wieder ankommt und das Verhalten ändert. Das geht dann solange, bis die Frau (oder er) bemerkt,

wie kaputt und abhängig er sie damit macht. Man(n) stellt sich der Verantwortung dafür und beendet

das. Oder man traut es sich nicht. Aus Gründen der eigenen Abhängigkeit der Frau gegenüber; aus

Angst davor, keine Andere finden zu können, die einem so gefällt.

Ihr merkt, das Bewußtmachen der eigenen Verantwortung kann schmerzen. Die harte Schule der

Persönlichkeitsentwicklung.

Genauso beinhaltet dieses „Folgen abschätzen“ eine weitere Fähigkeit: Empathie. Denn nicht jede

Handlung bewirkt bei jeder Frau das Gleiche. Manch eine ist zu selbstbewußt, um sich manipulieren zu

lassen; oder gibt nichts auf Bärenjagd-Geschichten, mit denen man den eigenen „Wert demonstrieren“

will. Man muß sich in eine Frau einfühlen können (auch geistig), um abschätzen zu können, was die

eigenen Handlungen bei ihr bewirken.

Das Auseinandersetzen mit der Eigenverantwortung erfordert also nicht nur ständige Übung und

andauernde Selbstprüfung, sondern auch Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis.

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5. Fazit

Es wird also deutlich, daß die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit auch ein entsprechend

großes Macht-Potential mit sich bringt. Für diese erworbene Macht trägt man Verantwortung, ob man will

oder nicht. Im PU arbeitet man bewußt an sich selbst, neigt jedoch oft dazu, die (potentiell-) negativen

Auswüchse und Konsequenzen dessen auszublenden. Nicht sehr „alpha“ sich vor den Folgen der eigene

Handlungen drücken zu wollen, nicht wahr?

Wer das macht, muß mit den Konsequenzen leben. Es soll jedoch kein falscher Eindruck entstehen:

Die Folgen der Persönlichkeitsarbeit sind völlig neutral, doch es kommt einmal mehr darauf an, wie man

damit umgeht. Das wiederum hängt dann wieder von den eigenen Werten und all den anderen Facetten

der eigenen Persönlichkeit ab.

Durch PickUp lernt man andere Menschen zu manipulieren, ob und inwieweit Ihr das macht – das

bleibt Euch überlassen. Ebenso seid Ihr dafür verantwortlich, was Ihr von solcher Manipulation haltet.

Um auf das Beispiel von vorhin zurückzukommen: Natürlich kann es auch mal sein, daß HB’s Freund ein

Arschloch ist, sie schlägt etc. und PUA-Alex ihr nur einen Gefallen getan hat. Es kann aber auch genauso

gut sein, daß die beiden total glücklich miteinander waren und noch lange Zeit gewesen wären, wenn

PUA-Alex das nicht für Sex zerstört hätte. Auch hier wird wichtig, welche Absichten hinter dem eigenen

Verhalten stecken. Wer sich dem Ganzen völlig verschließt entgegnet:

„Das ist doch alles ihr Problem, nicht meines! Sie läßt es immerhin zu, das ich sie so beeinflusse.

Sie könnte ja auch an ihrer Persönlichkeit arbeiten, sodass ich das nicht so einfach könnte. So ist halt

das Leben!“

Stimmt. Ihr jedoch, Ihr wollt Euch entwickeln, Ihr wollt Macht. Ich frage euch, Ihr „Alphas“: Wie weit

seid ihr bereit euch eurer Eigenverantwortung zu stellen?