3.1 Pickup Artist Techniken und die Kehrseite

MTM

1. Ein Anderer Weg

2. Was sind Techniken/Routinen X

3. Opener aus dem Lehrbuch X

4. C&F X

5. Push and Pull X

6. Neghits X

7. DHV X

8. Storytelling X

9. Frames X

10. … der Reset Knopf X

11. Dein Selbst kommt immer zum Vorschein

1. Ein Anderer Weg…

Im Kapitel „Soziale Konditionierung und die Macht der Masse“ haben wir uns damit beschäftigt,

wie die soziale Konditionierung sich in vielen Fällen auf die Interaktion mit Frauen durch vorgekaute

und oft falsche Glaubenssätze auswirken kann. Wir haben gesehen wie viele Vorannahmen oder auch

Ausreden bestehen, warum jemand nicht erfolgreich im Umgang mit Frauen ist und wie eine schädliche

gesellschaftliche Konditionierung daran teilhaben kann.

Viele Menschen handeln nach diesen Konditionierungen und deshalb ist es auch möglich mit

diesen Glaubenssätzen eine Partnerin zu finden, weil es das Spiel der Gesellschaft ist und es so viele

Mitspieler gibt. Wir wollen allerdings erreichen die Ausnahme von der Regel zu sein - ein Mensch der

attraktiv ist, weil er die Sicherheit aus seinen eigenen Regeln, Ansichten und Gesetzen zieht und nicht

aus Vorannahmen die ihm die Gesellschaft einredet wie er zu handeln hat.

Nun hat sich mit den Jahren eine neue Szene gebildet, die versucht einen anderen Weg zu gehen

und sich quasi logisch mit der Verführung von Frauen auseinandersetzt. Die sogenannte Pickup-Szene

entstand zunächst in Amerika und hat sich mit den Jahren über den ganzen Erdball verbreitet.

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Ansatzpunkt dieser Szene ist zunächst das Hinterfragen dieser gesellschaftlichen Konditionierungen

und letztendlich die Ausformulierung von bekannten Problemen die Männer mit Frauen haben zu

allgemein-logischen Lösungsansätzen.

Die PU-Szene nennt Männer, die versuchen Frauen nach den vorgekauten Regeln der Gesellschaft

zu verführen, die verweichlicht sind und sich verstellen um einer Frau zu gefallen „AFC’s“, was für

„Average Frustrated Chump“ (Frustrierter Durchschnittstyp) steht und von Ross Jeffries, einem Urvater

der sogenannten Community geprägt wurde. Dies geschieht in dem Wissen das man in den meisten

Fällen selbst lange Zeit zu diesen Männern gehört hat und der Absicht sich damit symbolisch von

diesen abzugrenzen. Männer die keinen Kontakt mit der PU Community jedoch trotzdem Erfolg bei

Frauen haben werden „Naturals“ genannt und deren Verhalten wird versucht zu analysieren und dieses

nachzuahmen.

Vorweg: So autonom wie sich die Pickup-Community darstellt oder sein will ist sie nicht und bei

genauerem Hinsehen zeigen sich auch hier an einigen Ecken und Enden wesentliche Schwachpunkte

und Denkfehler in der Methodik, jedoch gibt es auch genug gute Ansätze die hier formuliert wurden.

Wir werden uns im Folgenden exemplarisch mit einigen von diesen Ansätzen beschäftigen und

untersuchen warum diese Ansätze funktionieren und wo eventuelle Schwachpunkte im Denken

bestehen.

2. Was sind Techniken/Routinen?

Der ursprüngliche Grundgedanke im Pickup ist es, bestimmte Lösungen zu formulieren, welche

Verhaltensweisen Anziehung bei Frauen erzeugen. Viele dieser Lösungen sind auf dem gedanklichen

Grundsatz aufgebaut, dass eine Frau mit weiblichem Wesenskern (denn auch dies ist nicht immer

zwingend gegeben) sich von maskulinem Verhalten angezogen fühlt.

Grundausgangspunkt ist die Frage warum so viele Frauen auf Männer stehen, die im Jargon am

ehesten als „Arschloch“ zu bezeichnen sind, während nette Männer es oft schwer haben, mit einer

schönen Frau ein mehr als nur freundschaftliches Verhältnis aufzubauen.

Die „PUA’s“ (=Pickup Artists – Praktizierende Mitglieder der Community) versuchen durch

bestimmte Techniken, den Mr. Nice Guy im Bezug auf Frauen hinter sich zu lassen, jedoch ohne in

Arschlochverhalten zu verfallen.

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Diese Techniken sind oft ein Weg zu kommunizieren, dass derjenige der sie anwendet anders

ist als die üblichen Verdächtigen, von denen schöne Frauen Abend für Abend auf die selbe oft sehr

uninspirierte Form angebaggert werden. Dieses Problem besteht in der Tat. Man frage nur einmal eine

hübsche junge Dame, wie oft sie schon gewisse Standardsprüche zu hören bekommen hat, von denen

die meisten Anwender wahrscheinlich überzeugt waren, damit unheimlich kreativ zu erscheinen. In dem

Sinne gehen PUler schon neue und interessantere Wege.

Bevor wir hier ins Detail gehen sollte der Fairness halber gesagt sein, dass das was wir im Folgenden

begutachten werden, lediglich ein Querschnitt über die bekanntesten im Pickup angewandten Techniken

ist und vieles zum sogenannten Routinengame gezählt wird.

Routinen sind Sätze, die so immer wieder in verschiedenen Gesprächskonstellationen und mit

immer unterschiedlichen Frauen angewandt werden können und es ziemlich wahrscheinlich machen,

dass eine bestimmte Reaktion des Gegenübers eintritt, auf die man dann schon vorbereitet ist und so

den Gesprächsverlauf in gewisser Weise leitet.

Ein weiterer Vorteil von Routinen, wenn man so will ist, dass diese vorgefertigten Satzkonstruktionen,

die oftmals von tausenden PUA’s weltweit erfolgreich angewandt werden, eine hohe Wahrscheinlichkeit

der Sicherheit geben, dass sie funktionieren. Insofern sind Routinen ein guter Weg für Menschen

mit Kontaktscheu oder Schwächen in gewissen Kommunikationssituationen gerade im Bezug auf

Frauen, zunächst hinter einer Maske der Sicherheit zu agieren um zu sehen, dass viele ihrer Ängste

völlig unbegründet sind und es leichter ist als man denkt sich mit Frauen zu unterhalten und Frauen

zu verführen. Dies kann hilfreich sein, da unheimlich viele Männer diese versteckten Ängste mit sich

herumtragen. Viele Männer würden wahrscheinlich lieber in Kriege ziehen, oder einen Löwen mit bloßen

Händen bekämpfen als eine fremde Frau auf offener Strasse anzusprechen.

Der Nachteil von Routinen ist, dass die Gefahr groß ist, dass sich viele allzu sehr an diese Stützhilfen

klammern und darüber ihr eigentliches Ich vergessen. Menschen die quasi ihr ganzes Verhalten in

Verführungssituationen auf einem Script aufbauen, was sie abspulen und was sie im Endeffekt nur zu

guten Schauspielern werden lässt und ihnen eventuell kurzfristige Erfolge beschert, da sie die Dinge

anwenden und nachstellen, die ihnen andere erfolgreich vorgegeben haben. Diese Menschen werden

süchtig nach vorgekauten Lösungsvorschlägen und suchen ständig nach Patentrezepten als Lösungen

für bestimmte Situationen. Sie kopieren nur und stellen ihr eigenes Ich im Sinne des kurzfristigen Erfolges

in den Hintergrund. Wir werden uns nun einen Überblick über die gängigen Methoden im PU verschaffen

und anschliessend diskutieren, warum die vielzitierte Wunderpille auch im Pickup nicht existiert, wie es

sich viele vielleicht wünschen…

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3. Opener aus dem Lehrbuch

Um Frauen zu verführen muss man sie zunächst ansprechen. Diese Weisheit gab es schon lange

bevor das Wort Pickup überhaupt erfunden wurde. Jedoch wird im PU Bereich selbst daraus nahezu

eine Wissenschaft gemacht. In puncto Ansprechen (auch „Approach“ genannt) wird unterteilt in

Indirekt, Direkt und Situational

Die Indirekte Methode schiebt einen Grund vor, warum man das Gespräch sucht. Die Bandbreite

reicht hier von einem halbwegs realistischen Grund, warum ein Gespräch „nötig“ ist bis hin zur

Fadenscheinigkeit.

Beispiele für die Indirekte Methode wären zum Beispiel auf offener Strasse Sätze wie:

„Entschuldigung, kommst du von hier? Ich bin übers Wochenende in der Stadt und du könntest mir

vielleicht eine gute Disco empfehlen…?“

„Sag mal, weisst du wo es hier zum XY-Platz geht?“

„Hey, warte mal… ich und mein Kumpel haben uns gerade über das Für und Wider von Kunstrasen

in Frauenduschen unterhalten… ganz kurz: Seid ihr dafür oder dagegen?“

Im Club könnte es so aussehen:

„Hey, wir hatten gerade ein Streitgespräch: Wer sind die besseren DJ’s? Männer oder Frauen?... Warum?“

Die Bandbreite reicht also vom simplen Vortäuschen eines Gesprächsgrundes bis hin zum

Gesprächseinstieg der so kalkuliert ist, dass er höchstwahrscheinlich einen Lacher hervorruft.

Der Vorteil vom indirekten Ansprechen ist, dass man oft auf „sozial verträgliche“ Art und Weise ein

Gespräch beginnen kann, ohne gleich alle Alarmglocken bei den Frauen schellen zu lassen, dass man

sie eventuell verführen möchte oder nur das eine im Sinn hat.

Der augenscheinliche Nachteil ist allerdings, dass diese indirekten „Opener“ oft nah an der Grenze

zur Lüge liegen und desweiteren auch nur dazu benutzt werden, damit jemand zunächst seine Absichten

vertuschen kann um erst einmal ins Gespräch zu kommen. In der Szene ist die Rede vom „Unter den

Radar schleichen“. In meinen Augen zeugen viele rein indirekte „Opener“ von Charakterschwäche, da

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man seine eigentlichen Absichten aus Feigheit verdeckt und ein Interesse an einem Tatbestand vorgibt,

welches gar nicht existiert. Es ist eine Form der Schauspielerei, da man eine Rolle spielt und nicht aus

der eigentlichen Intention heraus handelt.

Eine Methode die wesentlich mehr Mut verlangt, jedoch auch wesentlich ehrlicher ist, ist die direkte

Methode. In den meisten Fällen weiss eine Frau, dass wenn ein wildfremder Mann sie anspricht, er gar

nicht wirklich wissen will wie der DJ heisst der da gerade auflegt, sondern einfach das Ziel verfolgt ein

Gespräch mit dieser Frau anzufangen um sie kennenzulernen.

Wäre es dann nicht ehrlicher gleich die Karten auf den Tisch zu legen und zu sagen, warum man

sie anspricht? Würde das nicht von charakterlicher Stärke zeugen und würde eben diese Stärke nicht

umgehend attraktiv wirken, weil es voraussetzt, dass man überzeugt von sich ist und weiss was man will?

Aus diesem Grund sprechen viele „PUA’s“ Frauen nicht mehr indirekt an, weil es in ihren Augen

(völlig zu Recht) eine Lüge ist, sondern eröffnen das Gespräch mit ihrer direkten Absicht:

„Hey, ich bin XY! Ich habe dich gerade gesehen und du gefällst mir, ich will dich kennenlernen!“

„Stop! Du bist niedlich… wie heisst du?“

„Hey, halt mal. Du siehst sympathisch aus, ich musste dich einfach ansprechen!“

Dies wären Beispiele für direkte Opener und ihr Nachteil ist ihr grosser Vorteil:

Es braucht schon eine Portion Mut um auf offener Strasse auf eine wildfremde Frau zuzugehen,

sie anzusprechen und ihr dabei umgehend zu kommunizieren, dass man sie interessant findet und sie

deshalb gerne kennenlernen möchte – Mut den sehr viele Männer nicht haben. Und genau das hebt

einen Mann positiv von der Masse ab: Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft für das einzustehen woran

er glaubt.

Ein Problem der modernen Gesellschaft scheint es zu sein, dass wir immer mehr unsere Fähigkeit

verlieren auf fremde Menschen zuzugehen und immer kontaktscheuer werden - nicht umsonst erfreuen

sich Internetchatrooms so grosser Beliebtheit und Kontaktbörsen boomen wie noch nie.

Ich empfehle daher einige direkte „Approaches“ auszuprobieren und die Reaktionen zu beobachten.

Wenn die Absicht mit genügend Selbstbewusstsein rübergebracht wird, ist es letztendlich wahrscheinlich,

dass die Frau positiv überrascht ist, da ihr so etwas selten bis nie passiert.

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Zu guter letzt gibt es noch die situationsbedingten „Opener“. Einige Beispiele dafür wären

folgende:

Eine Frau steht an der Bushaltestelle und eure Blicke treffen sich, ihr haltet Blickkontakt und du

sagst:

„Wenn du mich schon so anschaust, dann trau dich wenigstens auch mich anzusprechen!“

(natürlich mit dem entsprechenden freundlichen Unterton in der Stimme)

Du stehst in der Disco an der Theke, es ist sehr voll und im Gedränge kommt dir eine Frau sehr nahe:

Du (mit gespielt ernster Miene): „Kannst du bitte aufhören mich anzugrapschen? Ich hab es wirklich satt

nur als Stück Fleisch gesehen zu werden…“

Diese beiden situationsbedingten „Opener“ sind schon Beispiele für eine Technik die sich C&F –

Cocky and Funny – nennt. Mehr dazu erfahren wir im nächsten Abschnitt.

Allgemein sei noch einmal zu Gesprächseinstiegen festgehalten, dass die beste Methode immer

noch die Ehrlichkeit und Natürlichkeit in Kombination mit einem gesunden Selbstbewusstsein und der

Bereitschaft zu dem was man will zu stehen ist.

Ein selbstbewusstes

„Hey ich bin XY!“

reicht im Grunde genommen völlig aus um einen Gesprächseinstieg zu finden und zeigt, dass du zu

dir und deiner Person stehst und keine Scheu hast auf Frauen zuzugehen und sie anzusprechen, wenn

du sie sympathisch findest. Indirektes Ansprechen führt entweder zu nix oder kommuniziert lediglich

Unsicherheit. Es kann funktionieren, weil man sich selbst wenn man eine Frau indirekt anspricht schon in

dem Punkt von vielen anderen Geschlechtsgenossen unterscheidet, dass man sich überhaupt traut die

Frau anzusprechen, aber der Beigeschmack wird immer so ausfallen:

Ich traue mich nicht, das was ich möchte direkt auszusprechen und muss daher erst einen Vorwand

finden, der es mir erlaubt mit dieser fremden Person die ich interessant finde zu reden.

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4. C & F

Diese Technik wurde von einem amerikanischen PUA namens David DeAngelo formuliert und

bedeutet frei übersetzt soviel wie „Arrogant und gleichzeitig Lustig“.

DeAngelo beobachtete folgendes Problem in der Kommunikation mit Frauen:

Wenn ein Mann zu Arrogant (= „cocky“) von sich selbst redet, erzeugt das eine gewisse

Abwehrreaktion. Arroganz wird als unsympathisch aufgefasst und oft auch als Angeberei verstanden.

Demzufolge ist reine Arroganz also eher kontraproduktiv, als das es Anziehung herstellt. Wenn ein Mann

hingegen zwar ständig Witze macht und versucht die Frauen zu unterhalten, ist dies zwar Lustig (=

„funny“), aber wird oft als das gesehen, was es in den meisten Fällen ist: Die Suche nach Akzeptanz.

Beide Verhaltensweisen für sich alleine genommen, wirken oft so als müsste man irgendetwas

beweisen oder kompensieren und dieses Verhalten wirkt nicht attraktiv. Wenn man diese beiden

Verhaltensweisen allerdings miteinander koppelt, kommt laut DeAngelo eine Art Humor raus, die auf

Frauen attraktiv wirkt, da sie die richtigen Attribute im richtigen Mischungsverhältnis kommuniziert.

Auch wird bei C&F oft mit der Umkehrung bestimmter Stereotype gearbeitet, bestimmte Vorurteile

die Frauen über Männer und ihr Verhalten haben umgedreht und in Richtung der Frauen zurückgeworfen.

Dies soll zusätzlich auf subkommunikativer Ebene zeigen, dass man die bestehenden Rollenklischees

zwar kennt, jedoch über diese Erhaben ist.

„Ich würde ein Mädchen wie dich vom Fleck weg heiraten [PAUSE]… naja und dann eine Woche

später scheiden lassen und mit der Hälfte deines Geldes auf die Malediven absetzen.“

„Ich brauche eine Frau die später mal viel Geld verdient… sie muss mich schon ernähren können,

so dass ich tagsüber ein Auge drauf werfen kann, was das Fernsehen so interessantes zu bieten hat.

Wenn du lieb bist und mir Geschenke machst, koche ich auch ab und an mal was!“

„Ja Süsse, ich weiss dass du am liebsten über mich herfallen würdest, aber wir kennen uns kaum.

Wofür hältst du mich bitteschön?“

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C&F ist dann richtig angewandt, wenn die Frau kurz zweifelt ob es ernst gemeint ist oder nicht, dann

aber letztendlich anfängt zu lachen, weil sie den Scherz verstanden hat. Oft geht das mit einem leichten

Schlag auf die Schulter und einem „Du bist doof!“ einher.

Der Vorteil an dieser Art der Kommunikation ist, dass es zum Einen lustig ist, zum Anderen aber

auch Selbstbewusstsein ausdrückt und eine Art Rollenspiel darstellt, mit dem man auf spielerische

Art und Weise die Unterhaltung führen (!) kann und so leichter in der Lage ist, sie in entsprechende

Richtungen zu lenken. Der zweite Vorteil ist, dass es eine emotionale Art der Unterhaltung ist und keine

wirklich rationale. Viele Frauen mögen diese emotionale Art der Kommunikation und Männer die diese Art

der Kommunikation beherrschen wirken in den meisten Fällen anziehend auf Frauen, welche zumindest

einen gewissen Sinn für Humor haben.

David DeAngelo hat diese Art der Kommunikation nicht erfunden, sondern lediglich daraus eine

Regel formuliert. Viele Männer die erfolgreich im Umgang mit Frauen sind, bedienen sich dieses

Kommunikationsprinzips, ohne nur zu ahnen, dass es in PU Kreisen als C&F bekannt ist.

5. Push and Pull

C&F erzeugt also eine positive Spannung in Gesprächen die man nahezu beliebig weiterführen

kann, indem man immer wieder das Gesagte bestätigt

„Hey, warum lachst du? Das war mein voller Ernst“ --> Spannungsaufbau

und/oder es schliesslich wieder relativiert

„Haha, das hast du wirklich geglaubt? War doch nur ein Scherz…“ --> Entspannung.

Hier kommt ein Prinzip zum Einsatz, was in PU Kreisen „Push and Pull“ gennant wird. Das heisst

übersetzt soviel wie „Heranziehen und Wegdrücken“ und beschreibt den Vorgang, auf der einen Seite

Spannung zu erzeugen um sie schliesslich wieder zurückzunehmen, dann erneut aufzubauen und das

Ganze weiter zu steigern.

Der Grundgedanke dahinter ist zum Einen, die Frau auf eine emotionale Achterbahnfahrt zu schicken,

daher eine Unterhaltung möglichst interessant und spielerisch zu gestalten, zum Anderen aber auch die

Annahme das Anziehung mit einem Seil beim Tauziehen zu vergleichen ist:

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Wenn ein Mann und eine Frau sich ständig von einander wegbewegen, reisst das Seil und die

Anziehung ist zerstört. Wenn allerdings der Mann und die Frau ständig nur übertrieben nett zueinander

sind, wird das sehr schnell langweilig für beide Seiten und es endet vielleicht in einer guten Freundschaft,

aber nicht im Liebesakt. Eine perfekte Verführung auf beiden Seiten wäre also ein ständiges spielerisches

Hin und Her, bei dem das Seil niemals locker wird, sondern ständig sexuelle Spannung besteht.

Push & Pull nimmt diese Annahme als Grundprinzip und arbeitet damit im Sinne der Erschaffung

(sexueller) Anziehung. Es ist ein spielerisches Hin und Her zwischen Mann und Frau das, wenn es von

2 Partnern gespielt wird die dieses Spiel beide beherrschen, einem regelrechten Tanz gleichkommt der

letztendlich in den meisten Fällen in der Entladung im Akt mündet.

Auf das Grundprinzip heruntergebrochen funktioniert Push & Pull folgendermaßen:

Man „zieht“ die Frau zu sich heran, indem man einen Hinweis fallen lässt, dass man sie attraktiv

finden bzw. Interesse an Ihr haben könnte und „stösst“ sie kurzerhand wieder ein Stück weg, damit sie

sich dir nicht zu sicher ist.

Eigentlich ist Push & Pull eine Technik, die oft meisterhaft von Frauen angewandt wird und hier zeigt

sich die Stärke des Wirkungsprinzips:

Eine Frau flirtet dich an, macht dir vielleicht Komplimente bis hin zu relativ eindeutigen „Einladungen“

und als du darauf eingehen willst, hält sie dich zurück, sagt dir, dass das was du vorhast „nichts wird“

und legt nach, das du ja „eigentlich nicht ihr Typ bist“ oder ähnliches. Anstatt jetzt die Schlüsse daraus

zu ziehen und nie wieder mit dieser Frau zu reden, was die LOGISCHEN Konsequenzen wären, führt es

auf einer EMOTIONALEN Ebene dazu, das du zunächst frustriert bist, aber schliesslich die Frau umso

mehr willst, weil du dir der Sache plötzlich beileibe nicht mehr sicher bist. Ein simples psychologisches

Prinzip, aber sehr wirkungsvoll.

Genau wie Push & Pull auf uns wirken kann ist es auch umgekehrt möglich. Für eine Frau liegt

es nur aufgrund der vorherrschenden Sozialisation, die davon ausgeht dass die Frau „auswählt“, sehr

viel näher diese Technik bewusst oder wesentlich öfter auch unbewusst anzuwenden um Anziehung

zu erzeugen und im Sinne von Preselektion gleichzeitig herauszufinden ob du ein Mann bist, der nicht

aufgibt, selbstbewusst ist und weiss was er will, oder ein Waschlappen, der sich beim leichtesten Anflug

von Gegenwind verzieht.

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Hier liegt auch gerade die Stärke dieser Technik: Es ignoriert das bestehende Rollenbild, arbeitet

mit Verwirrung und im besten Falle emotionalen Achterbahnfahrten seitens des Gegenübers und schafft

so Interesse und Anziehung. Richtig angewandt eine sehr wirksame Gesprächstechnik um Konversation

spannend zu gestalten, da man die Absichten eines Gesprächs im spielerischen (!) Sinne Unklar lässt.

Beispiele für geschicktes Push & Pull sind folgende:

Man trifft sich mit einer Frau zu einem Date mit ihr und ihr habt eine gute Zeit zusammen. Man flirtet

was das Zeug hält, aber sagt ihr im gleichen Atemzug „Ich hoffe du denkst nicht, dass da irgendetwas

zwischen uns laufen wird. Ich möchte nicht, dass unsere Freundschaft gefährdet wird“

Genauso funktioniert es fantastisch einer Frau zu erzählen, dass man sie „wirklich sehr gerne hat…“

und sie „wie eine kleine Schwester“ für dich ist. Natürlich sollte das alles in einem Tonfall rübergebracht

werden, der durchaus Zweifel an der Gesamtaussage zulässt.

6. Neghits & „Bitchshields“

Wenn es etwas in der PU-Community gibt, was wirklich umstritten ist, dann ist es die Anwendung

sogenannter „Neghits“. „Neghit“ setzt sich aus den Worten „Negative“ und „Hit“ zusammen und bezeichnet

eine negative Bemerkung um eine hübsche Frau, die allerdings sehr arrogant und eingebildet erscheint,

von ihrem hohen Ross herunterzuholen. „Erfinder“ dieser Technik ist ein PU-Guru namens Mystery – mit

einer eigenen MTV Show und einer Hauptrolle in der
Buchdokumentation „The Game“ (dt.: „Die perfekte Masche“) von Neil Strauss aka "Style" (ebook download - "Die perfekte Masche" hier), weltweit wahrscheinlich der bekannteste PUA.

Mystery hat sich auf die Verführung von Stripperinnen, Berühmtheiten und extrem hübschen Frauen

spezialisiert die alle ein, wie er es nennt, „Bitchshield“ mit sich herum tragen: Das bedeutet, dass

diese Frauen derart oft von Männern angesprochen werden, dass sie sich mit der Zeit eine arrogante

Art angewöhnt haben um sich in gewisser Weise vor den ständigen Anmachen diverser Männer zu

schützen. Diese „Maske“ wenn man so will ist allerdings nicht die wahre Persönlichkeit dieser Frauen

und sie sind auch in den meisten Fällen nicht so unfreundlich, wie sie auf den ersten Blick erscheinen,

es ist lediglich eine Art Schutzmechanismus um sich vor allzu flachen Anmachen zu schützen. Dieser

Schutzmechanismus dient desweiteren dazu quasi die Spreu vom Weizen zu trennen, nämlich zu sehen

ob ein Mann sich von der abweisenden Art einer Frau einschüchtern lässt oder nicht.

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Mystery’s Taktik um dieses „Bitchshield“ zu brechen ist es einen sogenannten „Neghit“ zu Anfang

der Kommunikation einzubauen, indem man bewusst ein Merkmal an der Frau herauspickt, was man

quasi niederredet und sich so möglichst unbeeindruckt von ihrer Schönheit und ihrer Art zeigt.

Beispiele für „Neghits“ sind zum Beispiel folgende:

„Hey, auch einen Kaugummi? Ist gut gegen Mundgeruch…“

„Ihhhh, hast du mich gerade angespuckt…?!?“

„Hey, cooles Top… ich habe heute schon 2 andere damit gesehen. Ist das jetzt modern?“

Dies könnte man endlos fortsetzen und es sollte klar sein, wie es funktioniert. Der psychologische

Gedanke dahinter ist, dass man sich von anderen Männern unterscheidet indem man nicht der hundertste

Mann des Abends ist, der ihr sagt wie schön ihre Brü… ähhm Augen sind und sie gleichzeitig in eine Art

Defensive drängt, in der sie sich verteidigen und somit qualifizieren muss.

Die Kehrseite der sogenannten „Negs“ ist allerdings, dass man immer ganz nah an einer ernsthaften

Beleidigung ist, gerade wenn man nicht weiss wie man diese Sprüche rüberzubringen hat. Desweiteren

ist es trotz aller psychologischer Finesse nach wie vor so, dass der Grundgedanke bestehen bleibt

„Die Frau steht höher als Ich, deshalb muss ich sie von ihrem Podest herunterholen!“.

Das ist ein sehr schädlicher Glaubenssatz und ein relativ weit verbreitetes Stigma auch und gerade

in der PU Szene.

7. DHV

Wert ist eine variable und individuelle Grösse. Was für den einen von Wert ist, ist für den anderen

völlig normal, trivial bis hin zu wertlos. Ein Glas Wasser hat für einen Verdurstenden in der Wüste

einen ungleich höheren Wert als für einen Menschen, der zuhause auf seinem Sofa hockt und nur zum

Wasserhahn gehen müsste um sich eben dieses Glas Wasser zu holen.

Wir Menschen suchen ständig nach Dingen die für uns von Wert sind und genauso ist es auch bei

der Partnerwahl: Werte nach denen die meisten Männer bei Frauen suchen sind zum Beispiel gutes

Aussehen, Offenheit, Humor, Einfühlungsvermögen, Intelligenz und Sexappeal. Diese Liste lässt sich

beliebig fortführen und jeder hat seine individuelle Vorstellung was für ihn von Wert ist.

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Wir fühlen uns zu Menschen und Dingen hingezogen, die für uns von hohem Wert sind und danach

suchen wir auch unsere Partner aus.

Hierbei gilt es zu beachten, dass wir zwar einerseits nach hohem Wert streben, wir aber gleichzeitig

auch überzeugt davon sein müssen, dass dieser Wert für uns erreichbar ist. Wir suchen also nach

Personen die einen hohen Wert für uns haben, diese Menschen müssen aber gleichzeitig für uns überhaupt

erreichbar erscheinen, damit wir uns von ihnen angezogen fühlen. Ein weibliches Supermodel erscheint

den meisten „normalen“ Männern so weit entfernt, dass sie höchstens für diese Frau schwärmen, aber

keine wirkliche Anziehung erfahren. Genauso verhält es sich bei den Frauen.

Wenn in der PU-Szene von DHV gesprochen wird, ist eine „Demonstration of High Value“ gemeint

(oder auch „Display High Value“), eine Demonstration, das man selbst über einen hohen Wert verfügt

bzw. diesen Wert der Frau kommuniziert. Das kann auf viele verschiedene Arten passieren:

Gutes Aussehen ist eine DHV

Humor und die Fähigkeit andere Menschen zum Lachen zu bringen ist eine DHV

Ein großer Freundes- und Bekanntenkreis ist eine DHV

Eine spezielle Fähigkeit ist eine DHV

Ein spezieller Wert, der bei der Frau hoch im Kurs steht ist eine DHV

Kreativität ist eine DHV

Diese Liste liesse sich noch endlos weiterführen.

Eine DHV ist immer eine Handlung, eine Geschichte oder ein Umstand der zeigt, dass du über hohen

Wert verfügst. Das kann zum Beispiel geschehen, indem du auf fremde Menschen zugehen kannst und

sie zum Lachen bringen kannst, oder indem du mit 2 hübschen Frauen eine Bar betrittst und dich andere

Frauen in der Gegenwart dieser Frauen sehen, so dass sie wissen, dass du begehrt und den Umgang

mit hübschen Frauen gewohnt bist.

Wichtig zu beachten ist, dass Angeberei keine DHV ist, sondern eher das Gegenteil.

Wenn du ausufernd erzählst wie viel du verdienst und wie viele Frauen etwas von dir wollen und was

für ein toller Kerl du doch bist, so wirkt das auf andere Menschen, als hättest du es nötig diese Dinge

zu erwähnen und das ist nicht attraktiv. Ein selbstsicherer und selbstbewusster Mensch hat es nicht

nötig anzugeben sondern hat andere Techniken um zu zeigen, dass er ein interessanter und begehrter

Mensch ist.

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8. Storytelling – Über die Macht einer gut erzählten Geschichte…

Es ist also nicht verkehrt zu zeigen, dass man eine interessante Person ist und einiges zu bieten hat,

jedoch wirkt es auf Menschen unsympathisch oder zu gedrängt, wenn man es in Form von Angeberei tut.

Viel effektiver als eine Botschaft gerade heraus zu vermitteln ist es, sie in eine interessante Geschichte zu

verpacken, die geschickt in ein Gespräch eingebettet wird.

Sie: Hmmm, ich war heute an der Eisdiele und da war so ein schmieriger Kellner, der hat sich für den

geilsten Typen auf der ganzen Welt gehalten…

Du: Hehe, ich glaube das ist normal bei Eisdielenverkäufern. Ich erinnere mich noch daran, als ich

damals in Italien war. In Neapel war so eine enge Gasse und da waren zwei Eisdielen gegenüber. Die

Eisverkäufer haben sich gegenseitig in Spielereien übertroffen, haben Eiskugeln durch die Luft geworfen

und jede hübsche Frau angemacht die vorbeilief. Meine Begleitung war natürlich gefundenes Fressen

für die Jungs und es ging auch gleich los: „A ciao bella…“ und so weiter.

Klar: Hübsches blondes Mädchen ist eine Einladung für die. Gottseidank war die Kleine gut drauf,

hat sich sofort bei mir in den Arm geworfen und den beiden die Zunge rausgestreckt. Im Endeffekt noch

Glück gehabt, dass die uns nicht mit Stracciatella bombardiert haben.

Aber viel wichtiger: Magst du Stracciatella?

Was ist in dieser Geschichte alles verpackt?

Du warst in Italien, bist also an Reisen interessiert. Du warst unterwegs mit einer hübschen, jungen

Dame, lässt aber offen in welcher Beziehung sie zu dir stand in diesem Moment. Du erzählst etwas

Witziges mit der Übertreibung am Ende und nutzt diese Übertreibung als Überleitung zu einer Frage um

das Gespräch weiterzuführen, dass heißt, dass du nicht zu lange auf einem Thema rumreitest, sondern

die Unterhaltung führst.

Im Gegensatz dazu steht so eine Erzählung:

Du: Weisst du, ich war letztens wieder in Italien, in Neapel um genau zu sein. Ich hatte eine hübsche

Blondine dabei, die total auf mich stand. 2 südländische Typen haben sie ständig angemacht, aber die

Kleine war einfach verrückt nach mir…“

Sie: Ähhhhm, okay…

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Die obere Geschichte ist interessant, witzig und sagt alle wichtigen Sachen aus. Die untere

Geschichte ist simple Angeberei und sorgt eher für unangenehme Stille im Gespräch als für einen guten

Vibe oder gar so etwas wie Anziehung.

Die Gabe eine interessante Geschichte zu erzählen ist allerdings schon an sich eine DHV.

Spannende Geschichtenerzähler sind überall beliebt und Geschichten erzählen ist eine Technik die

man dazu nutzen kann um Konversationen in bestimmte Richtungen zu lenken und so die führende Rolle

in Gesprächen zu führen. Diverse Techniken hierbei sind

Geschickte Pausensetzungen

Interessante und ungewöhnliche Gesprächsthemen und Pointen

Neugier beim Gegenüber wecken

Emotionale Wendungen

Und noch viele mehr

Diese Techniken sollen hier nicht Thema sein und würden den Rahmen sprengen. Es gibt sehr gute

Literatur zu dem Thema (siehe Anhang).

9. Frames – Gesprächsrahmen und Bedeutungen

Konversationen sind eine interessante Form der sozialen Dynamik. In nahezu allen Gesprächen ist

es so, dass es eine Person gibt die führt und eine die folgt. Diese Parts können schwanken oder auch

sehr eindeutig verteilt sein. In der krassesten Ausführung steht hier der Monolog.

Wenn man so will, finden alle Gespräche unter bestimmten Rahmenbedingungen statt:

Der sogenannte Metaframe („übergeordnete Rahmen“) bestimmt, welche Grundkonstellation durch

die aufeinandertreffenden Personen auftritt. So ist es zum Beispiel so, dass bei einem Gespräch zwischen

dem Chef und dem Auszubildenden zumeist der Chef bestimmt, wohin dass Gespräch gehen wird,

während in einer Konversation zwischen zwei Freunden im besten Fall ein „Hin und Her“ auftritt.

Wir sehen diese Gesprächsrahmen oft als gegeben an, das sind sie aber keineswegs immer. Man

spricht anders mit einem Menschen, von dem man eine hohe Meinung hat, als mit einem Menschen von

dem man nicht viel hält und der Lehrer spricht anders zur Klasse, als der Schüler zum Lehrer.

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Fakt ist aber, dass vieles davon in unserem Kopf passiert und deshalb bestimmt unser

Selbstbewusstsein und unsere Meinung von uns selbst den Gesprächsrahmen mit.

Wenn man im PU von Frames spricht, dann meint man Annahmen bzw. Gesprächsrahmen, die man

selber durch seine Glaubenssätze setzt. Da dies sehr kompliziert klingt, wollen wir dies anhand einiger

Beispiele veranschaulichen:

Stell dir vor, dass jede Frau auf diesem Planeten es darauf abgesehen hat, dich zu küssen. Du

sprichst mit ihnen und die Gespräche sind vielleicht trivial, aber du weisst ganz genau, dass sie es nur

auf das eine abgesehen haben.

Stell dir vor, du wärst einer der grössten Verführer aller Zeiten. Nehmen wir an du wärst Hugh Heffner

oder Casanova – wie würdest du auf eine Frau zugehen? Wir würdest du mit einer Frau sprechen? Wie

würdest du dich bewegen? Wie selbstsicher wärst du?

Natürlich entspricht dies (in den meisten Fällen) nicht der Realität, aber es kann eine interessante

Erfahrung sein, diese Annahmen für eine bestimmte Zeit in sein Denken aufzunehmen. Die oben

beschriebenen Frames haben zum Beispiel eines gemeinsam:

Sie treffen beide die Vorannahme, dass die Frau sich eh von dir angezogen fühlt und euch nicht

wiederstehen kann und wenn man diese Annahme im Kopf hat strahlt man dementsprechendes aus. Die

gesamte Mikrokommunikation in Form von Körpersprache, Tonalität, etc. wird selbstbewusster und eben

das sind Kriterien, die zum Erfolg führen können.

Man kann allerdings mit Frames auch einen Schritt weitergehen, diese ausformulieren und schliesslich

in Form von Rollenspielen ausleben. Dies kann sehr interessant sein, wenn man eine Flirtpartnerin hat,

die dementsprechend spontan und humorvoll ist.

„Wenn du ein Hund wärst, was für eine Rasse wärst du dann?“

Wäre zum Beispiel eine gute Einleitung um mit ihr über den Bereich Hunde, diverse

Gesprächsrollenspiele zu spielen, ihr zu erzählen, dass man sie eventuell aufnehmen würde, aber nur

wenn sie stubenrein ist und so weiter. All das erzeugt interessante Abwechslung in Gesprächen und

kann durchaus attraktiv wirken.

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10. Der Reset-Knopf

Dies sind die wichtigsten PU-Techniken sehr kurz im Überblick zusammengefasst.

Ich möchte mich hier lediglich auf diesen Überblick beschränken, da jeder der sich näher über

PickUp informieren möchte, dies über die einschlägige Literatur oder das Internet tun kann.

Viele der hier beschriebenen Techniken sind nicht nur hilfreich für den Umgang mit Frauen, sondern

auch mit Menschen im Allgemeinen. Diverse Themen mit denen sich die PU Szene noch beschäftigt und

die hier nicht behandelt bzw. zum Teil an späterer Stelle aufgegriffen werden, sind zum Beispiel das

sogenannte „Kino“ (d.h. der gezielte Einsatz von Berührungen, abgeleitet von Kinästhetik = Fühlen), das

Lesen von Körpersprache und die Anwendung diverser Kommunikationstechniken aus dem Bereich der

Neurolinguistischen Programmierung (kurz: NLP).

Pick Up unterteilt sich in die Teile „Outer Game“ und „Inner Game“. Die hier beschriebenen Techniken

beziehen sich auf das „äußere Spiel“ (vom Bereich „Frames“ mal abgesehen), d.h. die Anwendung

diverser Techniken oder auch „Werkzeuge“ in Verführungssituationen. Auf der anderen Seite steht

das „innere Spiel“, die innere Einstellung zu sich selbst und zu anderen Menschen, die als mindestens

genauso wichtig erachtet wird. In meinen Augen ist diese innere Einstellung sogar sehr viel wichtiger.

Die PU-Bewegung ist eine gute Sache und ein lange nötiger Austausch unter Männern, den die

Frauen uns schon seit Ewigkeiten voraus haben, denn Frauen sprechen im Gegensatz zu den meisten

Männern ständig über derartige Themen. Ich kann daher auch Jedem der sich noch nicht mit PU

beschäftigt hat ans Herz legen, sich in den diversen Foren und auch anderen Büchern zumindest einen

eigenen Überblick zu verschaffen.

Bei aller Sympathie für PU möchte ich allerdings einige Dinge anmerken, durch die in meinen Augen

gedankliche Probleme bei der Anwendung diverser „Outer Game“-Techniken entstehen können:

1. Oft ist es gerade bei Anfängern in diesen Bereichen so, dass sie zwar die Techniken anwenden,

aber viele dieser Techniken entstehen nach wie vor aus dem Glaubensgrundsatz „Die Frau wählt im

Endeffekt aus und ist daher in diesem Sinne höhergestellt als Ich!“

Alleine durch die Anwendung diverser Techniken ohne die entsprechende gesunde Einstellung dazu,

besteht also weiterhin das Problem die Frau auf ein gedankliches Podest zu heben und das wiederum

verhindert eine gesunde Begegnung auf Augenhöhe im gegenseitigen Respekt, wie es idealerweise der

Fall sein sollte.

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2. Der Vorteil den Techniken in Form von (vorgefertigten) Routinen haben, ist das derjenige der

sie anwendet zunächst den lockeren Umgang mit Frauen hinter einer Maske lernen kann, wenn man

so will. Viele Männer die mit PU in Kontakt kommen, haben diese Sicherheit und Lockerheit in Flirt- und

Verführungssituationen nicht und müssen sich eben das erarbeiten – diesen Männern kommen eben

diese Routinen zu Gute.

Gefahr besteht allerdings dann, wenn diese Menschen sich zu sehr an Routinen klammern und

anfangen für jede Situation vorgefertigte Lösungsvorschläge zu suchen:

„Was soll ich sagen, wenn sie das sagt und was tun wenn sie jenes macht?“

Die Community spricht in fortgeschrittenen Fällen dieser Unselbstständigkeit von „sozialen

Robotern“, die lediglich vorgefertigte Programme abspulen anstatt selbst zu denken und zu handeln,

aus Angst Fehler zu machen.

3. Eben dieses Phänomen führt uns zum dritten Problempunkt:

Es ist egal, wie lange jemand dieses „Routinenspiel“ durchziehen kann und wie viele vorgefertigte

Lösungen er für alle erdenklichen Situationen in petto hat, irgendwann kommt der Punkt an dem ihm die

Lösungen ausgehen und die Maske fällt. Das mag Minuten nach dem ersten Kennenlernen passieren,

nach dem ersten Kuss, nach dem ersten gemeinsamen Sex oder auch erst nach Wochen oder Monaten,

aber der Zeitpunkt wird kommen, wenn die Maske fällt und dann steht dieser Mensch nur mit dem da,

was er selbst ist. Und wie sicher und zufrieden ein Mensch mit seinem Selbst ist, dass entscheidet die

Liebe zu sich selbst und die Arbeit an sich, das Wissen und die Akzeptanz über die eigenen Fähigkeiten

und Schwächen und letztendlich auf höchster Ebene der hundertprozentige Glaube an das eigene Ich.

Wir werden uns intensiv mit eben diesen inneren Prozessen und Anschauungen auseinandersetzen,

die hilfreich sind zu einem starken Selbstbewusstsein und einem gesunden Umgang mit sich selbst zu

gelangen und das stellt letztendlich eine wichtige Grundvoraussetzung für die Entstehung einer starken,

charismatischen und eigenständigen Persönlichkeit dar.

Ich empfehle an dieser Stelle, das gelernte zunächst sacken zu lassen und gewisse Teile des Buches

die in diesem Kapitel besprochen Techniken und Routinen fürs erste außer acht zu lassen, quasi den

„Reset“-Knopf zu drücken, wenn man so will. Einige dieser Techniken können hilfreich für interessante

Gesprächsführungen und den Umgang mit dem anderen Geschlecht sein, weshalb ich auch empfehlen

kann diese nach vollständiger Verarbeitung und Aufarbeitung dieses Buches wieder zu Rate zu ziehen

und sie quasi als Zusatz im Sinne der Erweiterung der eigenen Kommunikationsebenen zu nutzen.

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Wir wollen nun allerdings zunächst auf tiefer innerer Ebene ansetzen um letztendlich im weiteren

Voranschreiten zu erlernen, Anziehung aus uns selbst zu erschaffen und einen natürlich erfolgreichen

und unverkrampften Umgang mit Menschen im Allgemeinen und dem anderen Geschlecht im Speziellen

zu erreichen. Wenn wir das geschafft haben werden wir merken, dass diese Techniken ein gutes Stück

Wissen darstellen und wir sie gut und gerne als Extra und Zusatz nutzen können um eine Unterhaltung

aufzupeppen, wir Anziehung allerdings auf natürliche Art und Weise durch das Vertrauen in die eigene

Natur erzeugen.

11. Dein Selbst kommt immer zum Vorschein

Wir leben in einer Gesellschaft in der Personenkult betrieben wird wie niemals zuvor.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum die Boulevardpresse alles breittritt,

was irgendwelche Prominenten angestellt haben, warum sich die Modeindustrie sofort darauf stürzt,

wenn irgendeine Berühmtheit einen neuen „Trend“ ins Leben gerufen hat und wieso das Fernsehen

ständig darum bemüht ist, das Leben der Reichen und Schönen und was man für Geld alles kaufen kann

zu präsentieren?

Wir suchen krampfhaft nach Idolen, nach Vorbildern wie wir sein wollen und lassen uns in den

extremsten Fällen auf Irrwege leiten, die mit der Realität wenig zu tun haben.

Es ist nicht verkehrt Vorbilder zu haben, die uns anspornen an uns zu arbeiten oder uns Anhaltspunkte

geben wie wir bestimmte Dinge in unser Modell der Realität integrieren können, aber es gibt einen

Unterschied zwischen lernen durch Menschen die uns etwas voraus haben und blinder Verehrung.

Diese blinde Verehrung, die viele Menschen gegenüber irgendwelchen Stars und Sternchen

betreiben entspringt in den meisten Fällen einer gefährlichen Sehnsucht – der Sehnsucht nach dem Leben

eines anderen Menschen. Ob man nun ein Teil davon sein möchte, nach einem dementsprechenden

Leben strebt oder nur davon träumt tut wenig zur Sache.

Fakt ist jedoch: Je mehr jemand das Leben eines Anderen anhimmelt und danach strebt etwas zu

sein was jemand Anderes ist, desto unzufriedener ist dieser Mensch mit seinem eigenen Leben und

seinem eigenen Ich.

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Leider passt dieser Personenkult und die entsprechende blinde Verehrung genau in das Schema

der modernen Gesellschaft. Wir werden solange mit Reizen vollgepumpt, bis wir selbst kaum mehr

wissen wo wir stehen und wer wir eigentlich sind. Das ist der Grund für die Wunderpillenmentalität, die

uns umgibt und die Suche nach schnellen Lösungen zum „ganz großen Glück“, über die wir bereits im

Kapitel über die Soziale Konditionierung gesprochen haben.

Aber die Erkenntnis hinter all diesen Phänomenen ist diese: Man kann noch so sehr versuchen

nach etwas zu streben, was man nicht ist und man kann noch so sehr nach vorgefertigten Lösungen für

jegliche Situationen suchen, irgendwann erreicht man immer den Punkt, wo das gesamte Konstrukt in

sich zusammenbricht und man sich nur auf das Verlassen kann, was man Selbst ist.

DAS SELBST KOMMT IMMER ZUM VORSCHEIN!

Vielleicht dauert es eine gewisse Zeit, aber je näher wir andere Menschen an uns heranlassen und

je mehr wir von uns preisgeben, desto mehr tragen wir unsere wahre Identität nach außen.

Und hier kommt die Relevanz für sämtliche zwischenmenschliche Beziehungen und für die Interaktion

mit dem anderen Geschlecht im Speziellen ins Spiel:

Je mehr wir nach vorgefertigten Lösungen handeln und je mehr wir uns verstellen, desto tiefer fallen

wir, wenn unsere Maske zerbröckelt und unser Ich zum Vorschein kommt.

Das ist das Problem mit den gesellschaftlichen Annahmen, wie ein Mann sich Verhalten „muss“

um eine Frau für sich zu gewinnen und das Problem mit diversen PickUp-Routinen die bestimmte

Verhaltensweisen vorgeben, die von Menschen erfolgreich angewandt worden sind. Diese Menschen

sind aber deshalb erfolgreich, weil eben diese Verhaltensweisen für sie passend sind, weil sie damit

authentisch und kongruent rüberkommen und es mit ihrem Charakter zu vereinbaren ist. Mehr noch: Weil

es aus ihnen Selbst kommt.

Es gibt diverse Charakterzüge, die einen Menschen attraktiv machen und Andere die das Gegenteil

bewirken – das ist eine Wahrheit, die so trivial ist, dass sie nur schwer bestritten werden kann. Aber

darüber hinaus gibt es nicht „DIE“ Verhaltensweise, die garantierten Erfolg bringt. Man kann auf viele

verschiedene Arten zu demselben Ziel gelangen, wenn man mit sich, seiner Natur und seinem Selbst im

Reinen ist.

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Authentizität und wahres Selbst-Bewusstsein im eigentlichen Sinne sind Charakterzüge die auf

andere Menschen in den meisten Fällen auf natürliche und leichte Art und Weise attraktiv wirken, aber

es sind auch Charakterzüge, die selten geworden sind in der modernen Zeit und je höher das Selbst-

Bewusstsein und die Selbst-Akzeptanz eines anderen Menschen ist, desto mehr wird er Authentizität zu

schätzen wissen. Unsichere Menschen hingegen werden einen dafür beneiden und weil sie diesen Neid

nicht zugeben wollen oder können, mündet es in Verachtung und Verurteilung, aber ihre Verurteilung und

Verachtung ist in den meisten Fällen der sicherste Indikator für mangelndes Selbst-Bewusstsein.

Es ist wichtig das zu begreifen, denn die meisten Menschen handeln so, weil sie Angst davor

haben eigenes Unvermögen in bestimmten Bereichen einzugestehen, vor allem vor sich selbst. Dieses

Eingestehen nämlich bedeutet Schmerz auf tiefer Ebene und vor diesem haben viele Menschen fast

noch mehr Angst als vor dem Tod.

In diesem Sinne passt ein Zitat aus Michael Endes „Unendlicher Geschichte“ hervorragend:

„Wenn sie ihrem wahren Selbst ins Auge blicken, laufen die meisten Menschen davon…“