2.7 Kalibrierung - das Yin und Yang der Verführung
Dreamcatcher
Eingangs sei gesagt, dass man sich die Kalibrierung der Verführung nicht durch theoretisches
Wissen aneignen kann. Deshalb gibt es zu diesem Thema auch kaum Literatur. Die instinktiv zur Situation
passende, richtige Handlung, ist nur durch viel Erfahrung im Umgang mit Frauen erlernbar.
Allerdings ist ein grundlegendes Verständnis davon, was die Kalibrierung nun eigentlich ist,
durchaus sinnvoll. Ebenso gibt es einige besondere Dinge, auf die ein Verführer achten kann, um seine
Kalibrierung gezielt zu verbessern. Diese Kenntnisse möchte ich hier gerne weitergeben.
Definition:
Kalibrierung ist die Fähigkeit, in jeder Interaktion zur eigenen Persönlichkeit passend und den
eigenen Zielen entsprechend zu agieren.
Grundlagen
1. Bewusst agieren, anstatt unbewusst reagieren!
Um diese Fähigkeit näher zu betrachten, schauen wir uns zunächst mal das an, was uns davon
abhält. Dabei ist mir in der obigen Definition besonders das Wörtchen „agieren“ wichtig. Vor allem solltest
Du dieses nicht mit dem Reagieren verwechseln. Hierzu ein kleiner bildlicher Vergleich: Ein Blatt, das
sich vom Winde treiben lässt, ist ausschließlich reaktiv. Es ändert seinen Kurs je nach Windrichtung
und hat kein bestimmtes Ziel. Es agiert nicht – sondern lässt den Wind die Flugbahn und den Punkt
bestimmen, an dem es landet
Eben dieses Problem haben die meisten angehenden Verführer. Sie lassen die Frauen über sich
bestimmen, sprich: Sie reagieren. Wenn eine Frau sie abweist werden sie unsicher. Jede folgende
Handlung entspringt aus der Unsicherheit heraus, die die Frau in ihnen ausgelöst hat. Sie werden zu
unbewusst Reagierenden. Bei außergewöhnlich schönen Frauen verhalten sich unbewusst reaktive
Typen anders, als bei ihren Kumpels:
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• Läuft sie auch nur an ihnen vorbei, verdrehen sie ihren Kopf bis um 180 Grad.
• Sie schenken ihr zu viel Aufmerksamkeit.
• Im Gespräch sind sie stiller als sonst oder aber sie markieren den lauten Macker, um ihre
Unsicherheit zu verdecken.
• Sie versuchen sie durch allerlei zu beeindrucken oder sogar ihr Mitleid zu erwecken
• Sie tun Dinge für sie, die sie für einen männlichen Bekannten nicht tun würden
• Sie machen sich allerlei Gedanken um sie. Solche wie „wann soll ich sie anrufen?“, „wie soll ich
bloß antworten?“, „was denkt sie wenn ich dies und das mache?“
• Viele Männer reagieren unnötig auf die bloße Präsenz einer Frau, ohne ihr Zutun! Gedankengänge
wie „die gibt mir bestimmt ein Korb wenn ich sie anspreche“ sind selbstblockierend.
Hier ist jede Handlung eine Reaktion auf die Frau, was eine Kalibration unmöglich macht. Es gilt also
zu erkennen: Wann reagiere ich unbewusst? Verhalte ich mich zu einer schönen Frau auffällig anders als
sonst? Beobachte dich selbst und Du wirst erkennen, ob Du reaktiv bist und an diesem wichtigen Punkt
arbeiten willst.
Erst ein Mensch, der bewusst handelt und sich nicht durch andere aus der Bahn werfen lässt, ist
fähig seine Verführung zu kalibrieren. Das ist die Grundlage für das Folgende. Denn erst wenn Du Herr
deiner Handlungen bist, kannst Du diese zweckgemäß anpassen.
2. Emotionale Kontrolle
Emotionen spielen bei der Verführung eine zentrale Rolle. Schließlich sind Frauen emotionale Wesen
und sie treffen emotionale Entscheidungen. Viele Männer scheitern an ihrem Irrglauben, eine Frau auf
logischer Ebene überzeugen zu wollen. „Talk to her emotions”, so lautet nicht umsonst ein bekannter
Leitsatz in der Welt der Verführer.
Um Zugang zu den Emotionen der Frau zu bekommen, ist es elementar wichtig, den Zugang zu den
eigenen Emotionen zu haben. Mein Ratschlag lautet hier deshalb:
Fühle!
Fürchte dich nicht vor deinen Gefühlen, sondern genieße sie. Blockiere sie nicht! Spüre diese
spannende Aufregung, wenn Du vor einer Frau stehst, die dir gefällt. Sehe es als Energie an, die durch
deinen gesamten Körper fließt.
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Diese emotionale Energie hat die herrliche Eigenschaft, dass sie sich auf andere überträgt. Bist
du z.B. amüsiert, wirst du sehr wahrscheinlich bald feststellen, dass auch dein Gesprächspartner
zunehmend amüsierter wird.
So passiert es mit Emotionen aller Art!
Wünscht Du dir also, dass Frauen etwas bestimmtes für dich empfinden, so prüfe zunächst, ob du
dieses Gefühl für dich selbst und für die Frauen hast! Blockierst Du eigene Gefühle, dann blockierst Du
auch die Gefühle deines Gegenübers für dich.
Auch hier ist es wichtig, nicht reaktiv zu sein. Begegnen dir deine Mitmenschen mit einer schlechten
Laune, so lerne, dich nicht anstecken zu lassen. Sei der Herr deiner Emotionen. Übernehme die Führung
auf emotionaler Ebene. Bist Du nicht grundlegend emotional reaktiv, so werden andere auf dich emotional
reagieren. Das ist eine Gesetzmäßigkeit.
Und wie Du diese nutzt, davon handelt der folgende Abschnitt.
Kalibrierung – Verständnis und Umsetzung
Das wichtigste noch einmal vorab: Kalibrierung ist reine Übungssache. Was ich dir hier geben
werde, sind lediglich Ideen, Richtlinien und Beispiele, die für deine Übung sinnvoll sein können.
Zunächst gehen wir etwas tiefer in die Materie. Was macht das männliche Wesen aus und was das
Weibliche? Betrachten wir mal das daoistische Symbol Yin und Yang. Yin steht dabei für das weibliche,
Yang für das männliche Wesen. Ebenso bedeutet Yin das Weiche, Nachgiebige, während Yang das
Harte, Unnachgiebige symbolisiert. Warum hole ich also so weit aus? Genauso verhält es sich zwischen
Mann und Frau!
Grundlegend verhalten sich Frauen eher passiv und nachgiebig, während es die Rolle des Mannes
ist, seinen Handlungen eine feste Substanz zu geben. Der Mann handelt durch eigene Intentionen, er
führt und macht die entscheidenden Schritte vorwärts, wenn es um die Verführung geht. Er hat einen
festen Frame und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Die Rolle der Frau dagegen ist es, ihm zu folgen oder auszuweichen. Für welche dieser beiden
Möglichkeiten sie sich schlussendlich entscheidet – das, lieber Verführer, liegt an deiner Kalibrierung.
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Nicht immer ist es nämlich gut mit der Art einer Dampfwalze die männliche, harte Substanz
auszuspielen. Denn genau wie am Yin und Yang Symbol ersichtlich ist, trägt die männliche Seite auch
einen kleinen, weiblichen Kern. Dieser steht für die Fähigkeit, auch als Mann zeitweise nachgeben zu
können, um dann wieder gezielt nach vorne zu treten. Oder auch für die Fähigkeit, sich bewusst auf
Emotionen von anderen einzulassen (emotional führen zu lassen), ohne die Kontrolle zu verlieren wie ein
Blatt im Wind. Wenn ich dafür ein Wort wählen würde, dann nannte ich es Flexibilität.
Um im richtigen Augenblick flexibel zu sein, ist ein Zugang zu den eigenen Gefühlen wichtig. Denn
diese verraten dir sehr viel über die Situation, während deine Gedanken dich viel öfter fehlleiten.
Der Indikator für den „richtigen Augenblick“ sind deine Gefühle! Das, was man einen guten Instinkt
nennt, ist meiner Meinung nach nichts anderes, als folgende höchst bewusste Reaktion:
der jetzige Augenblick-> deine Gefühle-> Du -> deine Handlung
Wenn Du in der Lage bist im Moment zu leben, Zugang zu den eigenen Gefühlen hast (emotionale
Kontrolle / siehe oben) und nicht-reaktiv handelst, dann wirst Du im passenden Augenblick auch die
passende Handlung parat haben!
Achte auf diese Eigenschaften, und Du schulst deine Kalibrierung. Mit diesem Hintergrundwissen
und ausreichend Übung wirst Du die Werkzeuge des Verführers viel effektiver einsetzen können.
Ein paar Beispiele:
Beispiel 1:
Energielevel
Du stehst an der Tanzfläche. Du siehst zwei schöne Frauen mit hoher Energie tanzen. Sie sind richtig
aufgedreht, lachen, und lassen sich von der Musik leiten. Hast Du Zugang zu deinen Emotionen, wirst
Du ihre Energie in dir spüren, wenn Du sie ansiehst. Da diese positiv ist, lässt Du dich bewusst (!) darauf
ein. Du fühlst den Rhythmus der Musik in dir, lächelst und tanzt sie an, während Du ihnen zuzwinkerst.
Sie lächeln zurück und Du bist bereits mitten im Set.
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Was passiert hier?
Gemäß unserer Symbolik handelst Du grundlegend männlich, indem Du den entscheidenden Schritt
unternimmst und die beiden antanzt. Du bist aber auch flexibel für die Situation und mit den beiden sofort
auf einer Wellenlänge. Du lässt dich bewusst von ihrer hohen Energie anstecken. Wärst du stocksteif
auf die beiden zugegangen, hätten sie dich wohl keines Blickes gewürdigt. Du passt dich ihrer Energie
an, gibst ihr innerlich nach, um sofort wieder die Führung zu übernehmen. Denn sobald Du im Set bist,
schnappst Du dir eine von beiden, legst die Hände um ihre Hüften und gibst ihnen den Rhythmus vor.
Beispiel 2:
Kino & emotionale Führung
Durch körperliche Berührung lässt Du eine Frau komfortabel in deiner Gegenwart fühlen. Sie erhöht
auch die sexuelle Spannung. Es ist männlich in die Offensive zu gehen und ihre Hand zu nehmen, den
Arm um sie zu legen oder sie ganz nebenbei und sanft mit der eigenen Hand zu streifen. Auch ihren
Hintern zu packen oder ihre Brüste.
Denn gemäß Yang, dem männlichen offensiven Wesen, bist du als Mann der jenige, der die
körperliche Intensität zwischen euch schrittweise zu erhöhen hat.
Doch auch Kino sollte gut kalibriert werden.
Wie schon im obigen Beispiel, spielt hier die emotionale Ebene eine wichtige Rolle. Bemerkst Du
eine negative Stimmung bei ihr, die sie mit ihrer Körpersprache unterstreicht – z.B. indem sie ihre Arme
verschränkt, so wird sie sich in diesem Moment wohl kaum umarmen lassen. In einer solchen Situation
bist Du gut beraten, dich emotional nicht führen zu lassen. Lasse ihre negativen Vibes an dir vorbeifliegen,
kämpfe nicht gegen sie an. Stattdessen, behalte auf männliche Weise deine feste Substanz und bleibe
positiv. Lade sie durch eigene positive Stimmung dazu ein, sich von dir zu mehr Offenheit leiten zu
lassen. Kalibriere deine Berührungen, indem Du sie intensivierst, je positiver die Stimmung zwischen dir
und der Frau wird.
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Praktisch orientierte Definitionen:
Je mehr die Frau dir nachgibt und dir folgt, (Yin), desto mehr erwartet sie von dir, dass Du den
offensiven, männlichen Gegenpart übernimmst (Yang) und sie so zügig wie möglich zum Höhenpunkt
eurer Begegnung führst – dem Sex.
Verschließt sich dagegen die Frau vor dir, so solltest du flexibel sein und ihr falls nötig deine
Aufmerksamkeit entziehen, indem Du dich z.B. anderen Frauen widmest oder deine Berührungen
runterschraubst. Dann wird sie wieder aus ihrer Deckung kommen (da sie sie ja nicht mehr benötigt),
so dass Du wieder offensiv werden kannst.
Wenn die oben genannten Grundeigenschaften erfült sind, dann ist die Kalibrierung also der Grad
deiner Offensive und deiner Flexibilität. Um im richtigen Augenblick offensiver oder defensiver zu werden,
musst Du die Emotionen der Frau lesen können und deine Empathie schulen.
Deshalb ist die Basis – der Zugang zu den eigenen Gefühlen und denen deiner Mitmenschen so
wichtig. Bewusst emotional zu sein, bewusst zu agieren und zu reagieren – darum geht es.
Mit der Zeit wirst Du ein Auge dafür bekommen, wann Du in die körperliche Offensive gehst und
wann du flexibel bist und die Führung auf der emotionalen Ebene übernimmst oder einen Schritt zurück
gehst. Ich erwähne es gerne noch einmal, Kalibrierung ist nur durch die Übung wirklich zu begreifen, und
nur auf der instinktiven Ebene kann sie wirklich gut sein.
Ein erfahrener Verführer handelt instinktiv. Er bemerkt die kleinsten Dinge und geht passend auf sie
ein oder ignoriert sie falls nötig.
Schärfe deinen Blick für das Zusammenspiel von Yin und Yang, das sich in jedem Detail im Verhältnis
zwischen Mann und Frau äußert.
Sei offensiv, aber stets flexibel!