2.6 Die verschwiegene Lust - Geheime Kommunikation

Xajorkith

Menschen haben im Laufe ihrer Evolution eine bisher unübertroffene Art der Kommunikation

entwickelt: Ihre Sprache!

Derzeit gibt es auf der Welt knapp 7.000 lebendige Sprachen und viele Millionen einzelner Worte mit

denen wir unsere Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken können. Obwohl wir also eigentlich in der Lage

sein sollten alles zu sagen, was wir wollen, machen wir es nicht. So werden wir einem unsymphatischen

Vorgesetzten nicht offen die Meinung sagen, weil wir sonst unseren Job verlieren.

Neben diesen rein praktischen Erwägungen gibt es auch andere Gründe seine Gedanken

unausgesprochen zu lassen. Frauen fällt es zum Beispiel sehr viel schwerer offen zu ihrer sexuellen Lust

zu stehen als Männer. Sie verschweigen diese, um gesellschaftlich nicht als „Schlampe“ geächtet zu

werden.

In diesem Text behandle ich die Frage warum man trotzdem nichts verheimlichen kann und wie der

Wissende nonverbale Kommunikation verstehen und einsetzen kann.

In einem ersten Schritt unterscheiden wir verschiedene Arten mit unserer Umwelt zu

kommunizieren, also Informationen aufzunehmen und abzugeben. Obwohl jeder Mensch alle Arten

der Informationsgewinnung und -weitergabe einsetzt, hat er doch einen bevorzugten sogenannten

Sinneskanal. Sie sind:

der visuelle Sinneskanal (das Sehen)

der auditive Sinneskanal (das Hören)

der kinästhetische Sinneskanal (das Fühlen)

der olfaktorische Sinneskanal (das Riechen)

Im Folgenden Schritt will ich beleuchten was die einzelnen Typen voneinander unterscheidet.

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Visuell

Visuelle Menschen werden im Gespräch darauf achten, ob ihr Gesprächspartner sie anschaut. Daran

messen sie, ob er zuhört oder nicht. Außerdem messen sie Mimik und Gestik eine hohe Bedeutung zu.

Ein visuell geprägter Mensch speichert Informationen in Bildern. Sie werden also bei einem romantischen

Sonnenuntergang oder einem wohlgeformten Körper dahinschmelzen. Ein wohlklingendes Musikstück

wird sie hingegen kalt lassen.

Autiditv

Auditive Menschen hören ihre Umwelt. Sie werden also die Geschwindigkeit eines nahenden Autos

nicht mit ihren Augen abschätzen, sondern daran wie das Motorengeräusch lauter wird. Sie werden

einen Kuss oder ein Herz auf ihrem Kopfkissen nicht als Liebesbekundung wahrnehmen. Sie wollen die

magischen Worte „Ich liebe Dich“ hören um die Nähe zu ihrem Partner zu spüren.

Kinästhetisch

Kinästhetische Menschen sind gefühlsbetont. Sie achten sehr auf inneres Wohlbefinden und die

allgemeine Stimmung. Also wenn ein visueller Mensch seine Wohnung aufräumt und putzt damit es

sauber aussieht wird ein kinästhetischer Mensch eher „unordentlich“ Kleider auf dem Boden liegen

lassen weil ihm das das Gefühl vermittelt zuhause zu sein.

Olfaktorisch

Man soll gut riechen! Duscht ab und zu mal oder schabt zumindest zwei bis drei mal im Jahr

den gröbsten Dreck ab. Für den Verlauf meines Beitrags ist der olfaktorische Sinneskanal nicht von

Bedeutung und wird daher vernachlässigt.

Die unterschiedliche Wahrnehmung kann man am Beispiel des täglichen Zähneputzens

verdeutlichen. Wenn man an das letzte Mal Zähneputzen denkt kann man an die Farbe der Zahnpasta

und den Gesichtsausdruck im Spiegel denken. Man kann aber auch an das Surren der elektrischen

Zahnbürste, den Geschmack der Zahnpasta oder das frische Gefühl nach Beendigung des Putzvorgang

denken. Welchen Typ man vor sich hat, erkennt man auch an Schlüsselwörtern und damit aus dem

Gesprächsfluss.

Die folgende Übung dient dazu Schlüsselwörter dem richtigen Sinneskanal zuzuordnen:

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Doch bevor Ihr beginnt, bekommt Ihr hier einige Tipps, um das Beste aus der Übung rauszuholen.

• Setzt Euch bequem und aufrecht hin, wobei der Oberkörper gerade ist.

• Lenkt Euch nicht unnötig ab. Jegliche störende/ablenkende Musik solltet Ihr abdrehen, da hier

der auditive Sinnenkanal zu sehr angesprochen wird. Falls Ihr entspannende Musik kennt, könnt

Ihr jene natürlich ergänzend zur Übung im Hintergrund laufen lassen.

• Versucht Euch bewusst zu konzentrieren, bleibt aber entspannt.

Es folgt nun eine Liste an Wörtern.

Geht jedes Wort einzeln durch und stellt es Euch vor. Je aufmerksamer Ihr seid, desto besser

werdet ihr die Wörter einem der Sinnenkanäle zuteilen können.

Donnerwetter, berühren, abwimmeln, Horizont, rasseln, rattern, rauschen, Rücksicht, ins Auge

fassen, rau, schrill, sanft, von Angesicht zu Angesicht, totschweigen, den Ton angeben, mit der Tür ins

Haus fallen, Hals über Kopf, düstere Aussichten.

Versucht Euch bewusst auf den richtigen Sinnenkanal zu fokussieren.

Mit etwas Übung wird es Euch von Wort zu Wort leichter fallen.

Exkursion Augenmuster

Hier möchte ich noch kurz eine Besonderheit des menschlichen Auges und des menschlichen

Gehirns erläutern. Dies ist aber nur ein tendenzielles Signal und alleine betrachtet nicht aussagekräftig!

Die Besonderheit ist die Unterteilung des menschlichen Gehirns in eine linke und eine rechte Hirnhälfte.

Wenn man sich an etwas erinnert, das tatsächlich passiert ist, wird die rechte Gehirnhälfte aktiviert. Beim

Konstruieren einer Aussage, der keine tatsächliche Erinnerung zugrunde liegt, wird dagegen die linke

Gehirnhälfte benutzt. Nun können wir leider nicht sehen welche Hälfte grade bei unserem Gegenüber

arbeitet. Wir können dies aber anhand der Augenbewegungen, die diese Person beim Nachdenken

unwillkürlich macht, ablesen.

Wenn ein Mensch seine Augen nach rechts (vom Leser aus links) bewegt konstruiert er. Dies ist zum

Beispiel bei einer Lüge der Fall. Dabei unterscheiden wir außerdem rechts oben für visuell konstruierte

Gedanken, rechts mittig für auditiv konstruierte Gedanken und rechts unten für kinästhetisch konstruierte

Gedanken.

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Richtet er seine Augen hingegen nach links (vom Leser aus rechts) gelten die Angaben oben, mitte,

unten für tatsächliche visuelle, auditive und kinästhetische Erinnerungen. Es ist wohl selbstverständlich,

dass wir die bevorzugte Kommunikationsart unseres Gegenübers spiegeln, um das Gespräch für ihn

interessant und verständlich zu gestalten.

Wenn wir also mit einer Frau sprechen werden wir sie leichter attracten, weil der Kontakt leicht und

angenehm zu führen ist. Auch bei nicht so einfachen Themen.

Wir können viel schneller Rapport aufbauen, weil die Frau sich verstanden fühlt und wir können die

Werkzeuge eines Verführers, Cold Reading, Rich Description und Metaphern bzw. Routinen effektiver

einsetzen und so der Frau zeigen was wir wollen.

Unser Wissen können wir aber nicht nur einsetzen, um unsere Wünsche zu übermitteln. Wir können

durch unsere verbesserte Wahrnehmung auch die Wünsche der Frau verstehen, auch wenn sie sie nicht

direkt ausspricht, sondern sie nur ganz leicht durch ihren Sinneskanäle durchschimmern lässt.

Viel Spaß bei der Umsetzung!

Viele Grüße

Xajorkith