2.3 Ode an das Direct Game

WhiteVelvet

Es wird immer wieder behauptet, dass Indirect Game leichter sei und die meisten fangen unter

anderem deshalb damit und mit der Mystery Method an. Ich sehe das anders, das Gegenteil ist der Fall.

Indirect ist schwerer.

Beim Indirect Game öffnet Ihr mit irgendetwas Beliebigem, wie: „Wascht ihr euch vor oder nach der

Toilette die Hände?“ Ihr fragt die Ladys um ihre Meinung zu dem Thema und gebt Euch DESINTERESSIERT,

angeblich geht es Euch um das Thema. Irgendwann ist das Thema des Openers dann ausgelutscht und

nun fangen die Probleme an: Ihr müsst eine stabile Kommunikationslinie aufbauen, das Set halten und

drehen. Drehen insofern, als dass Ihr auf einmal doch INTERESSE an den Ladys habt und nicht an dem

Thema. Ginge es Euch nur um das Thema, wärt Ihr sofort danach ejected, denn das Thema ist ja nun

geklärt. Dieses Drehen, von irgendeinem allgemeinen Kram, auf eine persönliche Ebene zu kommen, ist

nicht ohne und für den Anfänger oft nicht machbar, weshalb er damit anfangs verdammt oft raus fliegt.

Beim Direct Game habt Ihr dieses Problem nicht. Ihr zeigt von vornherein Interesse an und spart

Euch das immer gleiche Gelaber über irgendetwas, was Euch nicht wirklich interessiert. Ihr geht mit

irgendeiner beiläufigen Bemerkung oder einem einfachen „Hi“ rein, stellt Euch kurz vor, wechselt sofort

auf ein persönliches Thema und seid mittendrin.

Das Problem hierbei ist, dass die meisten schlicht und ergreifend Angst haben, Frauen so direkt

anzusprechen und irgendwelche Ausreden erfinden. Grow some fucking balls! Tretet Euch selbst in den

Allerwertesten und macht es einfach! Ein anderer Grund, ist dass man am Anfang einfach unsicher ist

und nicht weiß was man sagen soll, die ganze Situation ist neu und ungewohnt. Das Indirect Game gibt

Euch dafür mit einfachen Openern und Routinen eine Struktur an die Hand, einen roten Faden an dem Ihr

Euch entlang hangeln könnt. Man kann damit die Sets quasi einfach abarbeiten nach dem Motto “Fake

it until you make it!”.

Es ist wie mit dem Laufen lernen, eigentlich könnt Ihr noch nicht aufrecht gehen, dafür fehlt Euch

die Übung und Erfahrung, aber das Indirect Game gibt Euch mit seinen Openern und Routinen zwei

mächtige Krücken an die Hand. Damit könnt Ihr Euch nun Fortbewegen, aber es ist kein Gehen, es ist

viel mehr ein Humpeln. Ihr kommt damit vorwärts und Ihr könnt damit auch durchaus Erfolg haben und

mit der Zeit wird dies Gehen vielleicht flüssiger, aber es ist und bleibt ein Gehen an Krücken. Wenn

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Ihr wirklich gut werden wollt, dann müsst Ihr die Krücken weg werfen um dann frei zu gehen. Nun gut,

Ihr werdet zu Anfang oft Straucheln und auch einige Male Hinfallen, aber das gehört dazu. Wichtig ist,

dass Ihr jedes Mal wieder aufsteht. Ihr werdet sehen, von Mal zu Mal lauft Ihr besser ohne Krücken. Ihr

werdet auch sehen, dass Ihr auf Mal Sachen machen könnt, die mit Krücken gar nicht möglich waren,

Ihr könnt z.B. viel schneller laufen, rückwärts Gehen, Sprünge machen, Saltos vollführen etc. Erst ohne

diese Krücken seid Ihr frei und könnt Euren eigenen Stil entwickeln, der ganz genau zu Euch passt weil

er exakt auf Euch zugeschnitten ist.

Dies offenbart einen weiteren Vorteil des Direct Games. Beim Indirect Game versteckt Ihr Eure

Lücken und Schwächen hinter auswendig gelernten Routinen, Ihr gebt vor jemand zu sein, der Ihr gar

nicht seid und versteckt Euch hinter einer Maske. Das Problem dabei ist, dass Frauen einen sechsten

Sinn für so etwas haben, und Ihr Euch sehr schnell alleine wieder findet, wenn sie herausbekommt, dass

eigentlich gar nicht Ihr das seid, sondern dass das alles auswendig gelernt ist und Ihr quasi nach Skript

handelt. Ihr seid nix anderes als ein Schauspieler. Frauen wollen aber keine Schauspieler, sie wollen

eigenständige, selbst denkende und handelnde Männer, Ihr wollt doch auch keine Schauspielerinnen,

oder? Natürlich könnt Ihr damit Erfolg haben, wenn Ihr ein verdammt guter Schauspieler seid und sie

merkt es vielleicht gar nicht. Aber Ihr könnt diese Maske nicht ewig aufrecht erhalten.

Wenn Leute mit Indirect aus einem Set in hohem Bogen rausfliegen, dann sagen sie oft, es würde an

der Kalibration liegen oder aber sie haben den falschen Opener, die falsche Routine verwendet. Oft ist

die Wahrheit aber ganz einfach, dass die Frau gespürt hat, dass irgendetwas an Euch nicht echt ist, Ihr

Gefühl warnt sie, also zieht sie sich zurück. Wenn sie es schafft einen Blick hinter die Maske zu werfen,

dann wird sie feststellen, dass hinter der strahlenden Persönlichkeit nur ein kleiner, verängstigter Junge

steckt, der eine blendende Maske hochhält und sich dahinter versteckt. Aber sie will keinen kleinen

verängstigten Jungen, sie will einen Mann! Deshalb schaut sie sich ganz schnell nach einem anderen

um und nicht weil euer Opener schlecht war!

Was Ihr tun müsst ist, aufstehen, die Angst hinter Euch zu lassen, die Maske weg zu schmeißen und

es einfach zu tun. Vielleicht werdet Ihr damit anfangs weniger Erfolg haben und Euch oft auf die Nase

legen, aber die Frauen, denen Ihr gefallt, denen gefallt Ihr nicht, weil Ihr Mystery oder wen auch immer

perfekt spielen könnt, denen gefallt Ihr um Eurer selbst wegen. Denen gefallt Ihr, weil Ihr seid wie Ihr seid.

Das wiederum ist Balsam für Euer Inner Game und je länger Ihr Direct macht, werdet Ihr merken, dass Ihr

immer aufrechter und natürlicher geht. Ihr spielt die Persönlichkeit nicht mehr, Ihr seid sie und Ihr habt

dabei unendlich viele Möglichkeiten. Ihr habt nicht nur den Vorrat an auswendig gelernten Routinen, und

die Panik, dass Euch die Munition ausgehen könnte, nein eure Kreativität und Spontaneität schenken

Euch einen unendlichen Schatz an Möglichkeiten. Nutzt ihn! Schmeißt eure Krücken weg. Lernt selbst

zu gehen. Erst durch den Verzicht auf jede Technik werdet Ihr wirklich gut und das gibt Euch ungeahnte

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Möglichkeiten. Ihr könnt auch nicht mehr als PUA entlarvt werden, weil Ihr streng genommen keiner mehr

seid. Ihr seid ein interessanter, selbstbewusster Mann, der interessante, hübsche Frauen anspricht das

ist alles. Deshalb diese Ode an das Direct Game.

Ein anderes Problem des Direct Games, was aber auch zugleich ein starker DHV ist, dass Ihr die

Frauen mit Eurem sehr selbstsicheren Auftreten schockt, aber auch zugleich flasht. Sie unterhält sich

nichts ahnend mit ihrer Freundin und dann geht Ihr einfach auf sie zu, sprecht sie sofort an, dringt

in ihre Welt ein und zeigt Interesse an ihr. Das kennt sie nicht, das macht sonst einfach keiner. Und

alleine schon dadurch, dass Ihr das macht, zeigt Ihr, dass Ihr anders als die anderen Männer seid. Ihr

demonstriert Selbstbewusstsein und redet nicht nur davon. Man hat damit sofort Attraction. Ihr müsst sie

nur erst mal wieder von der Palme runterholen auf die sie vor Schreck gesprungen ist. Ihr müsst ihr den

Weg zurück in die Normalität, auf bekanntes Territorium zeigen. Dazu langt es meist, sich schlicht und

ergreifend vorzustellen (Euren Wing natürlich auch, wenn Ihr einen dabei habt...), jedem die Hand geben

und ne einfache Follow Up Question zu stellen wie:

„Und was macht ihr, wenn ihr nicht gerade feiert? Lass mich raten du studierst...mhm...BWL...Du

siehst so streng und zielstrebig aus...“

Sowas in der Art. Und dann kann man ganz normal weiter gamen. Das spart Zeit, erzeugt mehr

Attraction und ist ein größerer Adrenalinkick als Indirect. Ihr müsst nur den inneren Schweinehund in

Euch besiegen, das ist alles.

Das vorneweg, aber wie fängt man nun mit spontanen Openern an? Ich persönlich mache mich

zu Anfang erst mal warm. Dazu stürme ich auf die Tanzfläche, tanze eine Runde, hab Spaß, strahle

gute Laune aus, pushe mein State und suche mir dann ein Mädel aus, was in meine Richtung guckt am

Rande der Tanzfläche steht, aber nicht tanzt. Dann Blickkontakt, mit dem Finger locken, worauf meist

ein schüchternes Kopfschütteln kommt, dann hin und mit: „Bist du schüchtern?“ ansprechen. Bei „Nein“,

na klar, Hand nehmen und ab auf die Tanzfläche. Bei „Ja“ „Okay tanzen kannst du nicht, aber kannst du

wenigstens reden?“ Dann eine kurze Unterhaltung aufbauen und gut ist. Um Closes geht es dabei gar

nicht, es geht nur darum ein paar einfache Warm Up Sets zu machen.

Wer nicht tanzen kann / möchte etc. kann sich alternativ ein Mädel suchen, welches alleine irgendwo

rumsitzt oder steht und mit: „Und wer hat dich denn alleine gelassen?“ ansprechen. Die Wahrscheinlichkeit

zu fliegen ist verdammt hoch, aber darum geht´s nicht. Ein paar Körbe am Anfang motivieren mich nur

umso mehr.

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Wenn Ihr so um die 3 Sets gemacht habt und warm seid, dann geht Ihr einfach durch den Club und

sucht Euch ein Target und guckt, ob Euch an der irgendwas auffällt, irgendein besonderes Kleidungsstück,

Accessoire etc. Ich geb mal ein paar Beispiele, was mir in der Vergangenheit spontan eingefallen ist.

„Nen Kreuz... Glaubst du an Gott?“

„Hi, die Farbe deines Tops gefällt mir. Schlumpfenblau, in der Farbe hab ich gestern mein

Badezimmer gestrichen...“ (Hab ich wirklich...)

„Du guckst aber böse, beißt du?... Also ich wäre für Leinenpflicht...“

„Nen getigerter Schal. Wow, hast dazu auch den passenden Slip an?“ (nee hatte sie nicht, er war lila...)

Sowas in der Art. Ihr beobachtet etwas, geht hin, kommentiert es auf eine lustige Art und Weise,

stellt Euch vor und seid drin. Am Anfang reicht es sich aus sicherer Entfernung was zu suchen, einen

Opener zu überlegen und hin.

Aber eigentlich ist es viel besser und das mache ich, wenn Ihr ein Mädel seht, einfach drauf zu gehen,

OHNE irgendeinen Plan zu haben, was Ihr sagen werdet und Euch dann, während Ihr geht, den Opener

zu überlegen. Klingt freaky, hat aber eine Menge Vorteile, Ihr überlegt und zögert nicht, verliert keine Zeit

und trainiert unter Zeitdruck spontan zu sein. So entstehen meine Opener. Natürlich hab ich noch nen

paar Back Ups in der Hinterhand, falls mir wirklich mal gar nix einfallen sollte. Es gibt da z.B. immer noch

das gute alte: „Hi, ich bin... und du?“ Sooo lang der Bart, aber einfach gesellschaftlich akzeptiert.

Es ist normal, dass man damit anfangs recht häufig crasht. Aber das tun alle. Ging mir nicht anders.

Weiter üben. Was Ihr auf alle Fälle lassen solltet ist: „Hi, du siehst nett aus, ich will dich kennen lernen...“

Finde ich total bescheuert, hat bei mir NIE funktioniert und hey, meine Oma sieht nett aus... Wenn Ihr

schon Komplimente macht, dann nicht wegen ihres Aussehens, damit outet Ihr Euch als hirnloser Gaffer.

Wenn Ihr lobt, dann lobt sie für ihren Charakter, Geschmack, Kleidungsstil etc. Ala:

„Wow, wo hast du das Top her? Das ist das perfekte Geburtstagsgeschenk für meine kleine

Schwester, das MUSS ich haben.” Oder: „Wow, du hast echt Ausstrahlung, ehrlich...“

Ich hoffe, da waren nen paar kleine Inspirationen für Euch dabei.

Also probiert direct, seid spontan, habt Spaß und der Erfolg wird mit Euch sein. Und vergesst

Mystery... Erinnert Euch an Euch selbst und Eure Stärken und arbeitet daran.