Special zu Kapitel 1: Der Moment der Kunstfertigkeit

Vital

Der Moment der Kunstfertigkeit – ist ein sehr interessanter Zustand, der periodisch bei jedem von

uns auftritt. Den Moment der Kunstfertigkeit kann man auch als Moment der Vollkommenheit beschreiben.

Es ist wichtig diesen Moment zu verstehen. Der Moment der Kunstfertigkeit hat fünf Eigenschaften:

1. Handlung aus dem Zustand der Natürlichkeit.

2. Nicht versuchen, machen!

3. Kein Innerer Dialog.

4. Völlige Wahrnehmung der Welt.

5. Optimaler Muskeltonus.

All diese Eigenschaften sind in jedem, wirklich in jedem Moment der Kunstfertigkeit vorhanden.

Und es ist nicht wichtig, wo sich dieser Moment einstellt, ob im Tee kochen oder in Gurken schneiden.

Diese bestimmenden Punkte sind da, sie sind für jeden von uns natürlich und sind in uns versteckt. Jetzt

werden wir lernen, den Moment der Kunstfertigkeit aus einem Kontext in den anderen zu transformieren,

und maximalen Nutzeffekt aus unseren Ressourcen herauszuholen.

Doch zuerst erzähle ich kurz über jeden Moment der Kunstfertigkeit, um Klarheit zu schaffen.

Natürlichkeit – das ist Natürlichkeit. Mache das, was du willst, und nicht das, was du machen musst

oder gezwungen bist, und du erreichst natürliches Benehmen (Kongruenz). Nicht versuchen, machen!

es ist ein sehr wichtiger Punkt, der lässt uns lernen, anstatt zu faulenzen. „Ich habe versucht.“ – bedeutet

für mich: Ich habe nichts gemacht. „Ich habe gemacht, aber habe nicht das gewünschte Resultat

erreicht.“ - bedeutet: Ich habe eine sehr wichtige Erkenntnis erlangt. Fehler, die du machst, sind ein

Geschenk an dich, das deine Erfahrung vergrößert.

Nichtvorhandensein des Inneren Dialoges – damit ist alles gesagt.

Völlige Wahrnehmung der Welt – ist bekannt aus vielen Praktiken der Kampfkunst und Meditation.

Wahrnehmung der Welt als Ganzes, das heißt, wenn wir nicht fokussiert schauen, sehen wir viel mehr,

als nur ein Punkt.

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Optimaler Muskeltonus – das ist super. Unsere Muskeln haben drei Basiszustände: entspannt,

eingespannt und Bereitschaft. Um aus dem Zustand der Entspannung zu handeln, muss man sich

zuerst vorbereiten. Um aus dem Zustand der Einspannung zu agieren, muss man entspannen. Aus dem

Zustand der Bereitschaft handelnd, werden wir nur genau so viel Energie verbrauchen, wie nötig ist.

Übung „Moment der Kunstfertigkeit hervorrufen“ (Ich selbst habe diese Übung bei einem

Feuerlaufseminar kennengelernt.)

Ziel: Erzeugung des Moments im anderen Kontext. Diese Übung solltest Du in einer für dich

komfortablen Atmosphäre machen, da, wo Du Dich sicher und entspannt fühlst und wo man Dich nicht

stört. Am besten alleine zu Hause. Du brauchst eine Tätigkeit, die Du sehr GERNE ausführst und die Du

richtig GUT machst! Es ist völlig unwichtig, was das ist, ob programmieren mit C++, Fahrrad reparieren,

Malen oder Stickerei. Wichtig ist, dass es Deine Lieblingsbeschäftigung ist, die Du sehr gut und ordentlich

machst. Probiere festzustellen, wenn Du Deine Tätigkeit ausübst, ob sich irgendeiner oder alle der fünf

Punkte bemerkbar machen.

Erinnere Dich an diese Tätigkeit, an das letzte Mal, als Du es gemacht hast, konzentriere deine

Aufmerksamkeit... wie stellst du es Dir vor. Lass Dir genug Zeit dafür. Führe es Dir deutlich vor Augen.

Erinnere Dich an alles, an jede Kleinigkeit, wie ist es? Erinnere Dich, mit welcher Begeisterung und

Konzentration Du es ausführst. Was empfindest Du…?

Danach stell Dir die Situation / den Kontext vor, in der Du einen ähnlichen Zustand erreichen

möchtest. Es kann alles sein, zum Beispiel das Ansprechen der Frauen auf der Straße.

Jetzt musst Du Dir gleichzeitig zwei Bilder vorstellen. Auf dem einen davon machst Du deine

meisterhafte Tätigkeit, und auf dem anderen - das Ansprechen der Frauen auf der Straße. Wichtig:

Bild mit der neuen Situation (Ansprechen der Frauen) sollte sich rechts befinden, und das Bild mit dem

meisterhaftem Zustand links! (Wenn Du Linkshänder bist, vertausche die Bilder.)

Danach konzentriere Deine Aufmerksamkeit auf die Unterschiede zwischen diesen Bildern. Zum

Beispiel: „Meister“-Bild kann bei Dir hell und deutlich sein, aber das Bild mit dem Ansprechen der Frau

dunkler, unschärfer oder verschwommener. Außer der Helligkeit können es auch alle andere Parameter

sein: Kontrast, Farblichkeit, Lautstärke, Entfernung – alles was du empfindest!

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Nächster Schritt (schenk diesem Schritt die meiste Konzentration):

Du musst das neue Bild (Ansprechen der Frau) mit all seinen Eigenschaften genau so machen

wie das „Meister“-Bild. Stell dir gedanklich vor, wie Du mit einem Zauberstift die Helligkeit, Entfernung,

Lautstärke, Kontrast usw. in deinem neuen Bild veränderst. Mache es so lange, bis das Empfinden der

beiden Bilder gleich wird.

Wenn Du fertig bist, stelle Dir vor, wie Du Frauen ansprichst und wie eure Bekanntschaft sich weiter

entwickelt. Bemerke: Ist es angenehm für dich? Wenn alles ok ist, dann geh auf die Straße und lerne

Frauen kennen in einem Zustand, der sehr Deinem meisterhaften ähnelt. Für diese Aufgabe hast Du 30

Minuten Zeit. Es ist so, dass nicht bei jedem diese Übung sofort das nötige Ergebnis erzielt. Wenn Du

ein Mädchen ansprichst und Du merkst, es ist irgendwie nicht so, dann musst Du diese Übung noch

einmal wiederholen, solange bis Dein Zustand im Moment der Kunstfertigkeit dem Zustand, in dem Du

die Frauen ansprichst, sehr ähnelt. Drei, vier Mal wird meistens ausreichen.

Genieße diesen Zustand bewusst und falls nötig, korrigiere ihn ;=)

Viel Erfolg!

VITAL

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