1.5 Schwache oder beschädigte Persönlichkeit
Eminenz
Dieser Text richtet sich an Männer, die nicht ganz so sind wie die anderen. Damit meine ich konkret
chronisch schüchterne, depressive, psychotische, drogenabhängige und verwirrte Männer. Kurz – Typen
die echt ein Problem mit der Welt haben und die Welt mit ihnen. Ferner soll niemand aus den Beispielen
hier irgendeine Parallele zu mir ziehen. Sagen wir einfach mal, dass ich mich in diesem Bereich ziemlich
gut auskenne.
Einige von uns haben nicht das Glück, eine normale Kindheit oder halbwegs erträgliche
Lebensumstände zu haben, was sich zwangsläufig auf die Persönlichkeit und das damit stark
zusammenhängende Spiel mit den Frauen auswirkt. Darunter fallen nicht nur Missbrauchssituationen,
die einen sicherlich am Weitkommen hindern, sondern auch soziale Isolation, die aus vielen Gründen
resultieren kann – inklusive des eigenen Verhaltens.
Nun ist es aber so, dass in der Pickup-Theorie die meisten Mechanismen, die erklärt werden
(Attracton-Switches, Eskalationsstufen, Vibing, Push&Pull usw.) von halbwegs normalen Männern für
halbwegs normale Männer formuliert wurden. Du wirst feststellen, dass eine Menge von dem, was in
den Field Reports steht, für Dich unerreichbar erscheint, obwohl Du theoretisch die ganzen Mechanimen
kennst und auch anwenden kannst (bei Babes, die mäßig bis niedrig attraktiv sind). Da fehlt einfach
etwas, und zwar nicht nur die Kalibration.
Du bist dann nicht ganz normal (nicht nur meiner Meinung nach), wenn Du:
• depressiv bist oder chronisch dazu neigst, grundsätzlich mies gelaunt zu sein
• exzessive Gewaltphantasien hast
• Du einfach kein normales Gespräch führen kannst, weil Du entweder nicht antworten kannst,
oder Themen anreißt, die Leute zum Weglaufen bringen
• eine scheiß Kindheit hattest und Du Dich deswegen selbst hasst
• unfähig bist, irgendetwas zu machen, also ein massives Motivationsproblem hast
• meinst dass nichts von dem oben auf Dich zutrifft, Du aber dennoch unglaubliche Löcher in
Deiner Persönlichkeit hast – so dass Du Dir wünschst, jemand anders zu sein, eventuell jemand,
den Du kennst
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Wenn das so ist, dann nützt die ganze Theorie nicht viel, leider, denn Du bist ganz einfach nicht die
Zielgruppe. Hier ist es an der Zeit zu begreifen, dass nur ein brutaler, herzloser Drill Dich weiterbringen wird,
einer, der vielleicht sogar Jahre dauern wird, je nachdem, wie schlecht es um Dich bestellt ist. Aber man
sollte sich wirklich Gedanken machen, ob man diesen Weg durchziehen will, denn schön wird es nicht.
Interessant ist, dass Leute, die einen grundsätzlichen Standard auch nach einem Jahr nicht
hinbekommen (hier und da ein Kuss oder ein FC – und damit meine ich einen FC im Monat, zwei stabile
FBs) immer einen oder mehrere Aspekte in ihrer Persönlichkeit haben, die in ihrer Kindheit pervertiert
wurden. Welche es sind, wissen die Betroffenen ganz genau, auch wenn man sich dabei anstrengen
und ein bisschen nachdenken muss. Der allermeiste Bullshit passiert immer in der Kindheit. Ist diese
Vergangenheitsbewältigung bestanden, wird es Zeit, einzusehen, dass
ES SICH NICHT KOMPLETT WEGMACHEN LÄSST!
So sieht es aus, ein Depressiver bleibt für immer depressiv, nur dass er lernt, damit umzugehen
und sich – im Optimalfall – genau so fühlt, wie jeder andere auch. Und auch hier kommen wir zur Essenz
dessen, was für Dich wichtig ist.
Du musst ein gewisses Level erreichen (die „Normalität“), um Pickup wirklich passabel betreiben zu
können. Deine Persönlichkeit ist das Fundament der Entwicklung zum Player, und wenn das Fundament
porös ist, stürzt auch das Gebäude ein. Ich werde nun praktische Schritte auflisten, die dazu nötig sind,
sich zu stabilisieren. Das Ziel ist es, ein zumindest neutrales Gespräch mit Leuten führen zu können,
ohne dass die Leute verängstigt oder belästigt werden und ein grundsätzlich positives Lebensgefühl zu
bekommen. Begreife Folgendes.
Deine Realität ist verzerrt. Du passt nicht in die Realität anderer, sie stoßen Dich ab. Um Dich in ihre
Realität reinzulassen, musst Du zumindest neutral sein. Also, die Direktive #1 heißt:
Klappe halten.
Wenn Du irgendwo bist und ein Gespräch läuft, das interessant ist, sage nichts und höre zu. Es
könnte geil werden. Merke, was die Leute sagen, schreibe Dir vielleicht ein Paar Pointen auf, die cool
sind. Pointen sind cool, wenn Leute darüber lachen, Du musst erstmal nicht verstehen, warum. Sehe
Dir die Körperhaltung der Leute genau an, imitiere diese, wenn es möglich ist. Wenn Dich jemand
anspricht – super, versuche aber über humorvolle oder schöne Dinge zu sprechen. Vielleicht findest
Du es cool, über Gewalt, irgendwelche Horrorgeschichten oder perverse Phantasien zu sprechen, aber
Dein Gegenüber wahrscheinlich nicht. Achte darauf, was Du von Dir gibst. Leute mit einem Schaden
neigen dazu, sich geradezu zu prostituieren, wenn jemand nett zu ihnen sein will, sie erzählen nach ca.
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30 Sekunden bereits, dass sie depressiv sind oder eine schlechte Kindheit hatten oder Vergleichbares.
Die Leute werden weggehen und nicht mehr mit Dir reden wollen. Es ist ein normaler Vorgang, dass man
seinen Schmerz anderen zugänglich machen will und sich selbst damit entlasten will, aber verzichte
darauf. Erzähle nichts über Dich was negativ ist.
Finde ein Standardlächeln.
Schau mal in den Spiegel. Probiere, ein Lächeln zu finden, das sehr energiesparsam ist. Jeder
hat ein Standardlächeln, falls Dein Gesicht nicht gut aussieht probierst Du es vielleicht mit einer leicht
seitlichen Kopfhaltung. Das Standardlächeln ist immer sehr entspannt, man kann es immer aufsetzen,
und es wirkt immer glaubwürdig. Es ist eine Art halbes Lächeln, es sind weniger die Mundwinkel, sondern
vielmehr die Wangen, die nach oben gehen. Die Augen sind nicht ganz auf, aber auch nicht so zu,
dass man denkt Du wärst bekifft. Und Kiffen ist das Stichwort für den nächsten Part, der die meisten
Schwierigkeiten bereiten wird.
Kompletter Drogenentzug.
So gut wie jeder, der ein Problem mit seiner Persönlichkeit oder einem Aspekt davon hat, trinkt eine
Menge. Oder er kifft viel. Oder er zieht sich eine Line von der Länge der Chinesischen Mauer. Oder er
nimmt Medikamente, Stimmungsaufheller oder andere Dinge, die der Arzt einem verschrieben hat, damit
er endlich in die Pause gehen kann, anstatt sich wirklich mit dem Problem, mit Dir, zu beschäftigen.
Damit muss Schluß sein. Damit meine ich einen radikalen, völligen Cut. Kein Schluck Alkohol, kein
Joint, kein Schnee oder Pillen, Teile, Schnelles, Shots, Pilze oder irgendwas. Ich meine das ernst – nichts
wird mehr angefasst. Noch einmal – NICHTS. Kein Abendbier mit den Jungs. Wenn Du im Club bist, trinke
Wasser, das ist ohnehin gesünder als irgendetwas anderes. Dies ist ein ungeheurer Schritt, den man
über mindestens neun Monate halten muss. Du wirst merken, dass die ersten zwei Wochen wunderbar
gehen, und danach grausame Entzugserscheinungen auftreten. Die gehen vorbei. Ich wiederhole noch
einmal – kein schluck Bier und kein Zug am Joint mehr. Du musst mindestens drei Monate komplett clean
sein, um wirklich nüchtern zu werden. Nach einigen Monaten wird es zwangsläufig dazu kommen, dass
du wieder etwas trinkst oder rauchst, und Du wirst feststellen, dass der Rausch anders ist als vorher. Er
wird widerlich. Danach willst Du wahrscheinlich freiwillig nichts mehr anrühren.
Nach ungefähr drei Monaten wirst Du komplett nüchtern. Du wirst feststellen, dass Du unglaublich
schnell reagieren kannst, Dein Game wird präziser, erbarmungsloser. Du kannst auch mehr machen.
Vielleicht kannst Du dich sogar an den Mädchennamen Deiner Mutter erinnern, dann hast Du es sicherlich
geschafft!
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Mache mindestens ein Set am Tag.
Ohne Wenn und Aber. Ein Set am Tag wird gemacht, egal welches. Dies hebt die Laune und hält
Dich im Game.
Wenn Du diese drei Dinge hast, die Ruhe und die Kontrolle über das, was Du sagst, das Lächeln
und die Nüchternheit, alles zu reflektieren, was um Dich herum passiert und täglich eine Interaktion mit
Frauen hast, dann hast Du es schon fast geschafft. Im gleichen Maße, wie diese drei Dinge ausgeübt
werden, wird auch Deine Selbstsicherheit steigen und auch das Gefühl, es zu können. Diese wird dann
auch die restlichen Symptome Deiner defizitären Persönlichkeit ersetzen. Nicht jetzt oder morgen – aber
nach einiger Zeit wird es kommen. Spätestens in vier Monaten, meiner Beobachtung nach.
Sieh es so – wir müssen die Teile Deiner Persönlichkeit, die beschädigt sind, zerstören und durch
gesundes Material ersetzen. Das ist ein Drill, wie bei der Armee. Dort wird durch seelische Gewalt eine
Pussy zum Mann. Und hier wird ein sozial Behinderter zum Normalbürger. Jedes Zurückgreifen auf die
alten Strukturen (in Form von Alkoholkonsum oder dem Erzählen von Bullshit Unbekannten gegenüber)
ist ein Schritt zurück und muss deswegen unbedingt gemieden werden.
Ein wichtiger Aspekt ist die ständige Evaluation der eigenen Situation. Beobachte ganz genau, wie
viel besser die Leute auf Dich reagieren, sei dem Du ihnen mit dem Standardlächeln begegnest, keinen
Bullshit erzählst und nicht stoned bist. Achte mal darauf, wie sich Dein Gegenüber verhält, wenn Du das
Lächeln leicht intensivierst oder fallen lässt. Sie imitieren Dich auf einmal.
Das, was ich hier beschrieben habe, klingt sehr einfach und nachvollziehbar. Aber es ist extrem
hart umzusetzen. Die Gefahr von Rückfällen ist unglaublich hoch und Du wirst oft das Gefühl bekommen,
es nicht aushalten zu können. Das ist normal. Dein Ich wehrt sich gegen die Invasion der Werte des
Wunsch-Ichs, es ist ein Kampf. Es ist unbedingt nötig, Deine „alte“ Persönlichkeit soweit zu unterdrücken,
wie möglich. Nach einiger Zeit, wenn Du schon den Anschein einer normalen Person hast, kannst Du
darüber nachdenken, langsam loszulassen, um dein altes Ich in Deine neue Identität zu integrieren.
Nicht wenige werden sagen, dass dies nicht der richtige Weg sein kann – besonders die Natural-Game
Jungs („Bleib so, wie Du bist“, „Du bist super, zeige Dich nur“, „Du brauchst keine Routinen“ usw.). Du
weißt aber, dass dies der konsequente, richtige Weg ist. Töte den Psycho in Dir. Wenn Du einmal die
nötige Distanz hast, um Dich selbst zu betrachten, wie Du redest, was Du sagst, wie Du wirkst oder was
Du kannst.
Wenn Du dann nach einiger Zeit soweit bist, dass die meisten Deiner Begegnungen gut verlaufen,
kannst Du anfangen, an dem Game zu arbeiten. Jetzt hast Du nämlich das, was man dafür braucht –
Persönlichkeit. Mut, Tapferkeit und Ausdauer hast Du bewiesen, denn Du bist immer noch ein lächelnder,
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nüchterner und cooler Typ, von dem man keine miesen Geschichten zu erwarten hat. Jetzt wird es kein
Problem mehr, ca. vier bis fünf Mal die Woche in Clubs zu gehen und coole Leute kennen zu lernen.
Und noch etwas zum Abschluss – tue dir den Gefallen und verschwende hin und wieder einen
Gedanken an dein altes Ich. Nur so, als Abschreckung. Das treibt manche zur Höchstleistung. Interessant
wäre auch, mit Deiner neu erworbenen Distanz und Selbstkritik die Leute mal anzuschauen, die mit Dir
abhängen (und nicht selten genau so negativ drauf sind wie Du). Zusätzlich zu den oben beschriebenen
Schritten musst Du unbedingt am Frame arbeiten, dazu gibt es genug Material hier im E-Book.
Alles Liebe und Kuss (an die Stirn), Dein
Eminenz