1.3 Richtige Führung
Astradamus
Ob im Alltag, im Beruf oder in der Beziehung – ein guter PUA ist ein Mensch mit bestechenden
kommunikativen Fähigkeiten und ausgestattet mit einer sozialen Intelligenz, die es ihm erleichtert,
sich in verschiedenen Situationen stets schnell und gut zurecht zu finden. Er hat den Mut. zu seiner
Persönlichkeit zu stehen. Durch oftmals, jahrelange harte Arbeit hat er an seiner inneren Einstellung und
seiner Ausstrahlung gearbeitet und lebt dies mittlerweile auch problemlos erfolgreich aus. Dies bringt
jedoch auch Verantwortung mit sich. Verantwortung für die Mitmenschen in der eigenen Umgebung.
Wenige Menschen leben ihr Leben vollkommen selbstbestimmt. Sie warten förmlich darauf, dass jemand
kommt, der sie führt und der ihnen den richtigen Weg zeigt.
Führung ist eines der wichtigsten und doch am meisten missverstandenen Punkte im Umgang
mit Menschen, völlig gleich ob im Beruf, in der Verführung oder im freizeitlichen Umgang mit anderen
Menschen. Wie man es richtig macht, worauf es wirklich ankommt und welche häufigen Fehler man
vermeiden muss, davon handelt dieser Artikel.
1. Richtige Führung – Eine Sache des Charismas
Was genau ist es, das einen Menschen zu einer guten Führungspersönlichkeit macht?
Neben vielen Dingen, die man durch sein Verhalten nach außen trägt, ist eine charismatische
Ausstrahlung von elementarer Bedeutung. Aber was genau ist Charisma? Ist ein charismatisches
Auftreten erlernbar? Was genau macht einen charismatischen Menschen aus? Die richtige Antwort auf
diese Fragen ist wohl ein Zusammenspiel aus mehreren Eigenschaften, die jedoch alle eines gemeinsam
haben: Fast alle Menschen wünschen sich diese Eigenschaften und bewundern die Menschen, die diese
haben. Ein charismatischer Mensch schafft es Emotionen in uns hervorzurufen. Er bringt seine Gefühle,
seine Träume, seine Ziele in einer Weise zum Ausdruck, die andere Menschen anspricht. Mit einer
Eloquenz, die Lust auf „mehr“ macht und motiviert.
Denken wir nur einmal an den Wahlkampf von Barack Obama. Er verkörperte das, was sich die Menschen
in den Staaten, ja auf der ganzen Welt so wünschten: Den Wandel, die Hoffnung, den Neuanfang.
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Und dies tat er mit einer Echtheit, mit einer Glaubwürdigkeit, die die Menschen bewegte und sogar ohne
dabei selbst als marktschreierisch oder überheblich zu wirken. Er sprach mit einer Selbstverständlichkeit
aus wovon er träumte. Und dies tat er mit einer Leidenschaft, welche die Menschen ansteckte. Die
Idee vom „Wandel“ verbreitete sich weltweit wie ein Lauffeuer. Obama schaffte es in den Menschen
Emotionen hervorzurufen.
Nun ist dies wahrlich ein extremes Beispiel. Weder kann jeder der erste Schwarze Präsident werden,
noch gibt sich jedem die Möglichkeit Emotionen in diesem Maße hervorzurufen. Jedoch kann theoretisch
jeder die Menschen führen. Das Potenzial dazu hat prinzipiell jeder.
Und genau an dieser Stelle möchte ich ansetzen. Was wichtig ist für die nötige richtige Einstellung
versuche ich bereits in meinem Thread zur „inneren Einstellung“ darzulegen.
Gedanken und Handlungen verhalten sich kongruent. Ein charismatischer Mensch lebt sein Leben
nach seinen Vorstellungen. Er handelt nicht, um anderen zu gefallen, sondern um sich selbst treu zu
bleiben. Dabei fürchtet er nicht, dass seine Handlungen mit den Werten und Ansichten der Gesellschaft
auseinanderfallen könnte. Er handelt aus einer inneren Überzeugung, der er einhundertprozentige
Leidenschaft zollt. Er weiß um seine Stärken und auch um seine Schwächen. Er fürchtet keine
Herausforderungen, ist aber intelligent genug um Aussichtslosigkeit zu erkennen. Er lebt sein Leben
mit einer Offenherzigkeit, die seinesgleichen sucht. Er schert sich nicht um die Möglichkeit enttäuscht
zu werden. Er weiß, dass er nicht wirklich glücklich werden kann, wenn er sein Herz vor Emotionen
verschließt. Er nimmt das Leben mit seinen Risiken wie es ist und versteckt sich nicht hinter Sicherheit.
Er nimmt gewisse Risiken in Kauf, wenn er sich Erfolg verspricht.
Kurz gesagt: er liebt das Leben und er lebt das Leben.
2. Wertschätzung und Vertrauen.
Die wenigsten Menschen wissen wirklich, was sie wollen, in welche Bahnen ihr Leben laufen soll
oder wie sie ihre Ziele erreichen. Oftmals sind sie froh, wenn sie keine Verantwortung übernehmen
müssen und sich dem dazugehörigen Druck nicht aussetzen müssen.
Jedoch wollen alle Menschen eines mit Sicherheit: Sie wollen respektiert und geschätzt werden.
Sie wollen nicht mit Worten oder mit Taten herabgewürdigt werden. Sie leben ihr Leben in ihren Augen
so gut es eben geht und wollen dementsprechend mit dem nötigen Respekt behandelt werden. Die
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nötige Achtung, den nötigen Respekt zu bekommen ist eigentlich ganz leicht. Behandle Dein Gegenüber
genauso, wie Du auch gerne behandelt werden willst. Nimm ihn ernst, höre ihm zu. Wenn ihr Euch
unterhaltet darf es in diesem Moment nichts wichtigeres für Dich geben, als dieses Gespräch zwischen
Euch. Begegne deinem Gegenüber unvoreingenommen und ohne Vorurteile. Das ist es was einen sozial
hoch stehenden Menschen ausmacht. Es lohnt sich dem anderen etwas Vertrauen entgegenzubringen,
selbst wenn dieser es nicht einmal selbst bei sich schafft. Dies sorgt für Dankbarkeit und Vertrauen bei
den Menschen. Wenn wir Vertrauen in sie setzen, werden sie es uns mit Vertrauen danken. Das fördert
nicht nur einen gepflegten und schönen Umgang miteinander, sondern sorgt auch dafür, dass unsere
Vorstellungen leichter umgesetzt werden können. Dies ist eine Selbstverständlichkeit. Wir hören ja auch
lieber auf Menschen, denen wir Vertrauen und die wir wertschätzen, als auf Menschen die uns selbst
keinen Respekt entgegenbringen.
3. Autorität
Richtige Führung bedeutet ferner, sich nicht von anderen abhängig zu machen, sondern seinen
eigenen Weg durchzusetzen. Hierbei ist darauf zu achten, dass dominantes Verhalten nicht mit
Aggressivität verwechselt werden darf. Die Menschen sollen keine Angst vor Euch haben. Sie sollen und
sie werden Euch vielmehr dankbar dafür sein, dass Ihr Euch nicht schämt Verantwortung zu übernehmen
und die Dinge durchsetzt, die Ihr vorhabt. Es wird den Menschen vielleicht nicht immer gefallen wie Ihr es
macht, aber wenigstens macht Ihr es. Ihr braucht keine Angst davor zu haben. Macht was Ihr für richtig
haltet. Wenn es den anderen nicht gefällt, können sie ja Ihr Ding machen. Getreu dem alten Leitspruch:
„It´s my Way – or it is the Highway“. Gut gelebte Dominanz findet in einer Art und Weise statt, die vom
Umfeld nicht als unangenehm empfunden wird. Deine Handlungen werden insofern als entspannt,
selbstbewusst und angenehm empfunden. Dieses Handeln führt zu einer sozialen Positionierung eurer
Person, die die Menschen dazu bringen wird, sich mit ihrem Denken und Handeln nach Euch zu richten.
Dafür braucht man keine Aggressivität, nur eine gesunde innere Einstellung.
Und genau diese haben viele Menschen einfach nicht. Ihre Angst und ihre Unsicherheit resultiert in
dem fehlenden Mut Entscheidungen zu treffen. Vielleicht gibt es bessere Entscheidungen als eure. Aber
wenn es nicht einer wagt, über die Grenzen hinauszugehen, wird es immer an Fortschritt mangeln.
Jedoch wird es regelmäßig passieren, dass Eure Führungsposition in Frage gestellt und Eure
Entscheidungen angegriffen werden. Jeder Alphawolf muss hin und wieder einen Machtkampf
austragen, dass liegt in der Natur der Sache. Lebe damit. Egal in welche Richtung Deine Vorstellungen
laufen: Treffe Deine Entscheidungen! Wichtig ist dabei, dass Deine Entscheidungen das Resultat Deiner
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inneren Überzeugung sein müssen. Andernfalls wirst Du es später bereuen. Sind Deine Entscheidungen
allerdings das Resultat Deiner inneren Überzeugung, Deines Verstandes, Deiner Wünsche – Dann bist Du
ein Mann, der weiß was er will und dies auch lebt. Dies ist eine ungeheuer charismatische Eigenschaft.
Die Menschen in Deiner Umgebung, Dein Freundeskreis, Deine Freundin, Dein Date – ganz egal wer.
Jeder Mensch braucht Orientierung. Sie wollen wissen, ob der eingeschlagene Weg der beste ist und
testen deshalb die Grenzen aus. Das ist auch kein Problem. Aber deshalb müssen Eure Entscheidungen
durchdacht sein. Es wird nicht gefragt, ob eurer Idee gefolgt werden soll. Das vermittelt Unsicherheit und
die Angst vor wirklicher Verantwortung, die aus getroffenen Entscheidungen resultiert. Jedoch sollt Ihr
auch nicht über euren Partner bestimmen. Vielmehr ist es so, dass sich richtiges Führen daraus ergibt,
dass Ihr arrangiert:
„Nimm Dir Donnerstag nichts vor, wir beide machen etwas Schönes.“
Nicht selten wird hierauf die Frage: „Was denn?“ kommen.
„Es ist eine Überraschung, du darfst gespannt sein!“.
Mehr ist es oft gar nicht: Ihr führt, ohne jedoch über das Leben eurer Freundin bestimmt zu haben.
Sie wird sich darüber Freuen, dass Ihr Initiative gezeigt habt. Was an dem Abend letztlich passiert ist
dabei irrelevant.
Es wird dabei hin und wieder vorkommen, dass Euer Weg nicht gefällt. Und es wird vorkommen,
dass dies unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird. Frauen sind sehr gut darin. Lasst Euch davon
nicht beeinflussen. Hat der Kritiker recht mit seiner Kritik? Wenn ja, dann denke ich nach, was ich besser
machen kann. Wenn nein – „It is my way – or it ist he Highway!“. Das ist keine Drohung. Das ist Tatsache.
4. Das Ziel vor Augen haben
Ich kann jedoch andere nur wirklich führen, wenn ich mir selbst darüber im Klaren bin, was ich denn
eigentlich will und in welche Richtung meine Handlungen laufen sollen. Ich muss mir Ziele setzen, von denen
Ich überzeugt bin. Ziele, die ich selbst aus ganzem Herzen und aus tiefster Überzeugung für erstrebenswert
halte. Wenn ich Feuer in anderen wecken will, muss dieses Feuer in mir selbst lodern! Gute Führung entsteht
aus Überzeugung und Leidenschaft. Sie ist der sinnbildliche Funke, der überspringen muss.
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Richtige Führung hat insofern nichts mit dem „Ausnutzen“ der anderen Person zu tun, sondern mit
dem Entdecken von Potenzial und im Mut dieser Person Vertrauen zu schenken, und ihr die Möglichkeit
zu geben „mehr“ zu sein als das, was sie alleine kann. Führung bedeutet nicht, sich selbst zu bereichern,
sondern dafür zu sorgen, dass es allen Beteiligten besser geht. Der letzte Satz ist so wichtig, dass er
noch mal gelesen werden sollte.
Führung bedeutet nicht, sich selbst zu bereichern, sondern dafür zu sorgen, dass es allen Beteiligten
besser geht.
Führen kann sowohl delegieren und damit das Abgeben von Verantwortung sein, als auch die
Verantwortung für alles übernehmen. Um zu wissen, was das beste für die jeweilige Situation ist, muss
ich wissen in welche Richtung ich will. Oder um es mit den Worten von Seneca zu umschreiben: „Wer
nicht weiß, welchen Hafen er ansteuert, für den ist kein Wind ein günstiger.“
5. Subkommunikation
Um richtig zu führen muss ich nicht über den anderen bestimmen, indem ich ihm sage, was er zu tun
hat. Das zeugt oft nicht nur von mangelndem Respekt, sondern weckt auch regelmäßigen Widerstand
bei meinem Gegenüber.
Führung ist innerhalb der Szene häufig insofern missverstanden, dass der Handelnde seinen
Status mit Worten durchzusetzen versucht anstatt ihn zu leben. Wieder einmal gilt auch hier eine der
elementarsten Weisheiten, (die auch das Buch „Lob des Sexismus“ (download lob des sexismus .pdf hier) verwendet): „Das Wort ist der
Schatten der Tat“. (Demokrit ca. 400 v. Chr.)
Ich muss meinen Wert und meine Vorstellungen leben, anstatt ihnen verbal Ausdruck zu verleihen.
„Ich bin der Mann. Wenn ich dir sage du sollst mir was zu essen machen, dann solltest du dies auch tun“
oder „Dein Hintern ist zu dick, geh laufen“ bringt dauerhaft nicht den gewünschten Erfolg. Du würdest
auch nicht so behandelt werden wollen. Wenn dir an deiner Partnerin irgendetwas nicht passt, warte
nicht darauf, dass sich dieses Problem irgendwann von alleine lösen wird. Das wird nicht passieren.
Ihr ihre „Schwächen“ mitten ins Gesicht zu knallen wird das Problem nicht lösen. Selbst wenn sie,
was oft nicht geschehen wird - zur Veranschaulichung nehme ich das obige Beispiel mit dem zu dicken
Hintern- daraufhin anfängt ins Fitnessstudio zu gehen oder regelmäßig zu joggen, wird sie dies nicht aus
einer inneren Überzeugung heraus tun, sondern um es Dir recht zu machen. Unweigerlich wird dies häufig
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mit dem inneren Groll geschehen, dass sie das nur tut um Dir zu gefallen, aus Angst Dich zu verlieren oder
um Dir und Deinen Anforderungen zu genügen. Dies führt zu einer schlechten emotionalen Lage. Wie
bereits oben erwähnt geht richtiges Führen Hand in Hand mit Respekt, Zuneigung und, häufig, Liebe.
Wenn Du ihr das Gefühl gibst, dass sie ein wichtiger Teil deines Lebens ist und Du sie liebevoll und
mit Respekt behandelst, ergibt sich, mit richtiger Führung, die Möglichkeit alles zu erreichen. Richtiges
Führen beginnt schon mit der ersten Kommunikation einer sozialen Interaktion.
Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Menschen denen Du begegnest genauso auf dich reagieren wie
Du sie ansprichst? Achte das nächste mal drauf, wenn Du einen Laden betrittst und der Angestellten
freundlich und gut gelaunt mit einem „Hallo, wie geht’s?“ begegnest und vielleicht ein paar Scherze bringst.
Sie wird in den allermeisten Fällen deine Stimmung annehmen und dir freundlich gut gelaunt antworten.
Kommst Du allerdings mies gelaunt in den Laden und sagst nur beiläufig „Guten Tag“ ohne ihr weiter
Beachtung zu schenken, wird von ihr auch nicht mehr kommen. Es geht sogar soweit, dass die meisten
Menschen „Hallo“ auf ein „Hallo“ antworten und wenige Augenblicke später „Guten Tag“ antworten, wenn
sie mit „guten Tag“ begrüßt worden sind.
Da fängt Führung bereits an. Richtige Führung bedeutet, deine Wünsche und Vorstellung auf andere
zu übertragen, dass sie in dem Glauben handeln, sie tun es aus ihrem freien Willen heraus. Um wieder
auf das obige Beispiel zurückzukommen:
Einer der besten Wege sie zum Sport zu bringen, ist ihr den Spaß daran zu zeigen. Lebe es ihr vor,
treibe mit ihr gemeinsam Sport. Zeige ihr, wie gut Du dich fühlst, nach dem Sport und wie viel Freude man
an einem sportlicheren und gesünderen Leben haben kann. So handelt sie letztlich aus eigenem Antrieb
und nicht in dem Gedanken, das nur für Dich zu tun. Das ist ein wundervoller Weg um Menschen nach
deinen Wünsche zu führen oder ihnen den richtigen Weg zur Lösung ihrer Probleme zu zeigen: Sage ihnen
nicht wie es geht – Bringe sie dazu selbst den Weg zu erkennen. Dies führt uns zum nächsten Punkt.
6. An die Emotion anknüpfen
Sinngemäß gibt es ein altes Sprichwort: „Ein weiser Mensch führt die Menschen so, dass sie denken
sie handeln selbst.“ Gute Führung entsteht da, wo nicht die Handlungen, sondern die damit verbundenen
Emotionen in den Vordergrund gerückt werden.
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Dies geschieht, indem man durch die Führung bei den Menschen Leidenschaft weckt und sie dazu
bringt positives Engagement aufrecht zu erhalten.
Führung ist umso effektiver, wenn sie es schafft, in dem Geführten ein Erfolgserlebnis zu wecken,
welches auf eigener Handlung beruht und nicht auf dem Gefühl etwas nur für andere zu tun.
Ein, zugegeben sehr simples, Beispiel könnte sein, dass man im Gespräch mit seiner Freundin
subkommunikativ ganz beiläufig erwähnt, wie toll doch ihr Abendessen geschmeckt hat, was sie zu
Deinem Geburtstag gemacht hat. Frauen sind sehr anfällig für unterschwellige Informationen in diesem
Format. So wird es ziemlich wahrscheinlich passieren, dass sie dich bald wieder mit diesem oder einem
anderen Essen überrascht. Dies tut sie jedoch nicht, weil Du sie dazu bestimmt hast, sondern, zumindest
in ihren Gedanken, aus eigenem Antrieb.
Sie tut es, um Dir einen Gefallen zu tun und Dich glücklich zu machen.
Erinnerst Du Dich? Führung bedeutet nicht, sich selbst zu bereichern, sondern dafür zu sorgen, dass
es allen Beteiligten besser geht. Führung bedeutet auch Handlungen zu bewerten. Wenn Dir etwas nicht
passt, sag es. Wenn Dir etwas gefällt, sag es. Nimm Deinen Anspruch nicht als Selbstverständlichkeit.
Selbst wenn etwas nicht zu deiner vollsten Zufriedenheit geschehen ist, meckere nicht nur. So etwas
verfehlt vollkommen jeden pädagogischen Zweck. Lobe erst, was gut gemacht wurde. Danach darf man
auch kritisieren. Bei Kritik ist jedoch stets auf den notwendigen Respekt achten. Wenn man die Menschen
mit Respekt und Höflichkeit behandelt, ist auch angebrachte Kritik kein Motivationshindernis. Ich meckere
nicht. Ich betone das Ziel. Wenn ein Freund zu mir kommt und mir davon erzählt, wie demotiviert er doch
gerade ist, dass er Angst hat zu scheitern und am liebsten alles an den Nagel hängen will, dann meckere
ich nicht an ihm herum. Ich motiviere ihn neu. Ich zeige ihm, was er mit Fleiß und Eigenantrieb erreichen
kann. Ich führe ihn in die richtige Richtung. Den Weg muss er jedoch alleine gehen.
7. Meine Lieblingsroutine: „Wie willst du das nur wieder gut machen?“
An dieser Stelle möchte ich den Beitrag nun mit meiner Lieblingsroutine schließen. Sie ist viele mal
fieldgetestet worden und hat bei mir eine Erfolgsquote von nahezu 100 % erreicht. Es ist verblüffend, wie
dieses einfache Mittel immer wieder funktioniert.
So, nun aber genug erzählt, nun zur Routine:
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Ich bringe diese Routine meistens mitten im Gespräch, nachdem ich ein Date vorgeschlagen habe.
Ein Beispiel:
Astradamus: „Hey, Ich will am Donnerstag ins Kino mir die neue Komödie ansehen, komm doch mit?“
HB: „Nein, tut mir Leid. Am Donnerstag habe ich leider schon etwas vor“
Das ist eine Situation die immer wieder mal vorkommen kann. Doch wie am besten darauf reagieren?
Ich reagiere in diesen Fällen häufig so:
Astradamus: „Oh, das ist natürlich schade. Ich hatte mich schon gefreut. Wie willst du denn das nur
wieder gut machen?“
Klingt komisch, ist aber so. Die meisten Menschen werden versuchen es wieder gut zu machen,
obwohl sie faktisch gar nichts falsch gemacht haben. Mit Aussprache des Satzes „Wie willst Du das nur
wieder gut machen?“ führst Du Dein Gegenüber. Ich bekam Massagen, Einladungen zum Essen und mir
wurden Drinks bezahlt.
Fazit: Mit dieser kleinen Routine holt man das Beste aus der Situation raus, ohne die Führung daran
zu verlieren. Mir hat sie bisher viele gute Stunden gebracht.
Viel Erfolg und Beste Grüße,
Astradamus